Gottesdienst in Templin:

Templiner drücken ihrer Kanzlerin die Hand

Es war seit Langem der erste öffentliche Auftritt von Angela Merkel in ihrer Heimatstadt. Entsprechend groß war die Neugier der Menschen. Manche wollten sie nur mal in Lebensgröße sehen. Andere forderten ihre Meinung ein.

Auf ihrem Weg aus der Kirche wollten viele Templiner der Bundskanzlerin mit einem Händedruck danken.
Monika Strehlow Auf ihrem Weg aus der Kirche wollten viele Templiner der Bundskanzlerin mit einem Händedruck danken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte am Reformationstag ihre Heimatstadt Templin. Pfarrer Ralph-Günther Schein hatte die Christin und Politikerin zu einem Vortag in die Maria-Magalenen-Kirche eingeladen, eben jenes Gotteshaus, in dem die CDU-Vorsitzende 1970 konfirmiert worden war. Ihrem halbstündigen Vortrag über Krieg und Frieden, Flüchtlingspolitik, Entscheidungen zu Organtransplantationen oder Sterbehilfe stellte Angela Merkel voran: „Wir sind alle nicht vollkommen. Es ist ein beruhigendes Gefühl, dass ich auch Fehler machen darf.“ Wenn es um die christliche Botschaft gehe, sei für sie „Freiheit“, die nicht auf Kosten anderer gehe, der zentrale Begriff.

Dann beantwortete die Kanzlerin auch heikle Fragen. Da ging es um Waffenlieferungen, Flüchtlingszahlen, Freihandelsabkommen und privatisierte Krankenhäuser oder auch das Verhältnis zu Wladimir Putin. Hochinteressant, aufschlussreich, beeindruckend, lautete das Urteil vieler Besucher, die schon Stunden vor Gottesdienst-Beginn vor der Kirche standen, um die Republikchefin einmal "in echt" zu sehen. Manchen gelang es beim Hinausgehen doch noch, Angela Merkel die Hand zu schütteln.

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