Kinopreis:

Templiner Kinomacher räumen Hauptpreis ab

Zum dritten Mal bekommt es das Multikulturelle Centrum Schwarz auf Weiß: Das kleine Kino muss Vergleiche nicht scheuen. Es gewann den Hauptpreis des Kinoprogrammpreis-Wettbewerbs 2015 in Berlin-Brandenburg.

Kathleen Okrent, Kathrin Frese und Georg Groß vom Kino am Hackeschen Markt in Berlin stoßen auf den erneuten Erfolg an.
Norbert Kesten Kathleen Okrent, Kathrin Frese und Georg Groß vom Kino am Hackeschen Markt in Berlin stoßen auf den erneuten Erfolg an.

Die Chefin des Multikulturellen Centrums Templin hätte wohl am liebsten einen Luftsprung gemacht. Mitten in die Diskussion um die künftige Finanzierung des Kulturtempels der Stadt platzte die freudige Nachricht: „Wir haben gewonnen!“ Das MKC Templin erhielt zum dritten Mal in Folge einen Hauptpreis des Kinoprogrammpreis-Wettbewerbs 2015 in Berlin-Brandenburg. Und das Beste: Diesmal konnte Kathrin Frese nicht nur 12 000 Euro Preisgeld bei der Sparkasse auf das MKC-Konto einzahlen, sondern die Höchstsumme, die an ein Kino im Rahmen dieses Wettbewerbs vergeben wird: 15 000 Euro.

Mit dem Kinoprogrammpreis Berlin-Brandenburg zeichnet das Medienboard jedes Jahr die besten Jahresfilmprogramme und besonderes Engagement der Kinomacher aus.

Seit 2008 ist das Templiner Haus ununterbrochen in der Liste der Ausgezeichneten zu finden, dreimal gewann das MKC-Team 2500 Euro, einmal 5000 Euro, zweimal 8 000 Euro, zuletzt zweimal einen Hauptpreis von je 12 000 Euro. Und diesmal nun die Höchstsumme. Das Geld kann der gemeinnützige Förderverein des MKC für den Weiterbetrieb des Hauses nur zu gut gebrauchen. Im nächsten Jahr muss er an seine letzten Reserven gehen, um Mitarbeiter und Publikum im Kinojahr 2016 trotz Umbaumaßnahmen am Haus und angekündigter Schließzeit von fünf Monaten bei der Stange zu halten.