Gymnasium in Joachimsthal:

Templiner sind aufgerufen, zu Schippe und Harke zu greifen

Nach der großen Resonanz im Frühjahr soll am letzten Augustwochenende wieder ein Konzert im leerstehenden Ensemble des Joachimsthalschen Gymnasiums. Doch zuvor muss nochmal klar Schiff gemacht werden auf dem Areal. Jede helfende Hand ist gerne gesehen.

Eine Vision wurde lebendig: Die Aula des seit 1996 leerstehenden einstigen Joachimsthalschen Gymnasiums war im Mai wieder ein Konzertsaal. So soll es hier auch am letzten Augustwochenende aussehen.
Birgit Bruck Eine Vision wurde lebendig: Die Aula des seit 1996 leerstehenden einstigen Joachimsthalschen Gymnasiums war im Mai wieder ein Konzertsaal. So soll es hier auch am letzten Augustwochenende aussehen.

Als im Mai die letzten Takte des Konzerts in der Aula des Joachimsthalschen Gymnasium verklungen waren, stand schon fest, dass es eine Wiederholung dieses besonderen Wochenendes geben soll. Der Verein zur Kunst- und Kulturförderung in den Neuen Ländern (VKF) hatte seine Mitglieder und Templiner zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen und zu eben jenem Konzert mit der Jungen Deutschen Philharmonie, bei dem die Aula nach langem wieder mit richtig Leben gefüllt war. Am letzten Augustwochenende ist es soweit. Darüber informierte Horst Albrecht, der sich seit Jahren für eine Wiederbelebung des ehemaligen Bildungsstandortes einsetzt. Ziel sei es, „die Aufmerksamkeit auf unser ehemaliges Gymnasium zu lenken, um dem ständig zunehmenden Verfall entgegen zu wirken“, betont er. Mit den Mitgliedern des Vereins VKF, die aus der gesamten Bundesrepublik kommen, werden die Templiner Initiatoren am Freitag beraten, wie es mit dem denkmalgeschützten Gebäudekomplex weitergeht und welche Aktionen die Arbeit unterstützen können.

Horst Albrecht wendet sich daher an alle Templiner. Im Mai hatten 40 Mitglieder des VKF diese Arbeiten übernommen. „Da es aber doch das ureigenste Anliegen der Templiner Bürger ist, diese Einrichtung wieder zum Leben zu erwecken, sollten wir auch selber Hand anlegen und nicht nur auf die Hilfe von außen warten.“ Damit das Konzert in einem würdigen Rahmen stattfinden kann, rufen die Initiatoren die zu einem Arbeitseinsatz am Sonnabend ab 9 Uhr auf. Schaufeln, Harken, Heckenscheren sind bitte mitzubringen. Der Bauhof der Stadt wird die Aktion unterstützen.

Am Sonnabend, dem 31. August, wird die Aula der Schule wieder zum Konzertsaal - kostenlos. Um 19.30 Uhr spielt Cellist Alban Gerhardt auf der Bühne des einstigen Festsaals. Vor dem Konzert werden ab 17 Uhr Ove Sachse und Heinz-Jürgen Vogels von der Vereinigung „Alte Joachimsthaler“, sowie Wolfgang Krahl und Wilhelm Gerhardt Führungen auf dem Gelände anbieten.

 

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