Fremdenfeindliche Attacke:

Templiner wegen Volksverhetzung angeklagt

Der 32-jährige Mann muss sich in einem beschleunigten Verfahren vor dem Amtsgericht in Prenzlau verantworten.

Die Justiz reagierte schnell mit einem beschleunigten Gerichtsverfahren.
Frank Rumpenhorst Die Justiz reagierte schnell mit einem beschleunigten Gerichtsverfahren.

Nach heftigen verbalen Angriffen auf Asylbewerber in Templin kommt es am Amtsgericht Prenzlau nun zu einem beschleunigten Gerichtsverfahren. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat Anklage gegen einen Beschuldigten erhoben, bestätigte Wilfried Lehmann, Leitender Oberstaatsanwalt am Montag dem Uckermark Kurier.

Nach seinen Angaben handelt es sich bei dem Angeklagten um einen 32-jährigen Templiner. Ihm wird Volksverhetzung, das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Beleidigung und Bedrohung vorgeworfen. Die Hauptverhandlung findet am 9. Oktober in Prenzlau statt.

Drei Flüchtlinge waren  auf der Straße beschimpft worden. Die drei Asylbewerber schnitten die Attacke auf einem Handy mit. Darauf waren eindeutig ausländerfeindliche und verfassungswidrige Sprüche zu hören, bestätigte Bärbel Cotte-Weiß, Sprecherin der Polizeidirektion Ost. Der Staatsschutz ermittelte.