Schlechte Aushängeschilder:

Templins Bahnhöfe in der Kritik

Herumliegender Müll, eingeworfene Scheiben des Wartehäuschens  - nach der Sanierung der Bahnsteige in Templin glänzt nicht alles auf den Bahnhöfen der Kurstadt. Bewohnern der Stadt ist das ein Dorn im Auge.

Nicht gerade einladend ist das Umfeld des Templiner Bahnhofes. Für das Wartehäuschen ist die Bahn zuständig. Für die Fahrradständer soll die Stadt den Hut aufhaben.
Sigrid Werner Nicht gerade einladend ist das Umfeld des Templiner Bahnhofes. Für das Wartehäuschen ist die Bahn zuständig. Für die Fahrradständer soll die Stadt den Hut aufhaben.

Papier, Kippen, Müll, zerdepperte Flaschen, eingeworfene Scheiben, Scherben auf dem Bahnhof und rund um die Fahrradständer, soweit sie überhaupt vorhanden sind - Templiner wie Manfred Wagner finden, dass der Anblick einer Kur­stadt nicht würdig und ein schlechter Willkommensgruß für die Gäste der Stadt ist. Ganz zu schweigen davon, dass sich auch Templiner Fahrgäste an einer solchen Bahnstation kaum wohlfühlen können.

Immer wieder schoben sich Stadt und Bahnverwaltung die Verantwortung zu, wer für welchen Abschnitt zuständig sei. Die Stadt verwies darauf, dass für die Bahnhöfe die Bahn zuständig ist. Ute Stahlberg, Fachgebietsleiterin im Ordnungsamt der Stadtverwaltung, verweist außerdem darauf, dass Mitarbeiter der Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten beide Bahnhöfe kontrollieren. Dem Vandalismus sei aber nur schwer beizukommen, Verursacher kaum zu ermitteln.

Gleiches merkte auch die Bahn an. Vorsätzlichen Verunreinigungen sei nur schwer beizukommen. Darüber hinaus stellte die DB Station & Service AG klar, dass die Fahrradabstellanlage und die angrenzenden Fläche vom Bahnsteig in der Verantwortung der Stadt liegen. „Der Bahnsteig mit seinen Aufbauten, inklusive des Wetterschutzhauses wird durch uns betrieben“, teilte das Unternehmen mit. Mit der Reparatur der Glasscheiben im Wartehäuschen sei ein Dienstleister beauftragt. Darüber hinaus reinige ein weiteres Unternehmen die DB-Flächen.

Der Wirtschaftshof der Stadt Templin hat jetzt verstärkt ein Auge auf das Umfeld der beiden Bahnhöfe. „Einmal in der Woche haben wir dort eine Grobreinigung und Entleerung der Papierkörbe in unseren Tourenplan aufgenommen“, berichtet Mario Cziborra.

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