Baumsperre:

Tierischer Anschlag auf Radweg

Eigentlich pflegen die Röddeliner und ihre Biberfamilien eine gute Nachbarschaft. Doch jetzt hat ein tierischer Geselle über die Stränge geschlagen.

Feuerwehrmann Henrik Massow (23) zerlegte den vom Biber angeknabberten Baumstamm.
Benjamin Vorhölter Feuerwehrmann Henrik Massow (23) zerlegte den vom Biber angeknabberten Baumstamm.

Die Nachricht auf dem Pieper hinterließ ungläubiges Grinsen auf den Gesichtern der Feuerwehrmänner in Templin. "Baumsperre durch Biber-Anschlag" - solch einen Einsatz bestreiten sie nicht alle Tage. Mit heulenden Sirenen rückten neun Kameraden zum Einsatzort zwischen Dorettenhof und Röddelin aus. Denn dort hatte ein Biber ganze Arbeit geleistet und mit seinen scharfen Zähnen einen Baum derart umgenietet, dass er quer über dem Radweg umstürzte

Ganz schon ungewöhnlich für das Nagetier, denn der Baum stand direkt am Straßenrand. So weit wagen sich die Artgenossen sonst nicht weg von ihren Burgen. Der Röddeliner See ist immerhin einige Hundert Meter entfernt. Zwischen Gewässer und Straße liegt außerdem ein Gefälle mit Bäumen, Gebüsch und Sträuchern. "Ich bin überrascht, dass ein Biber so weit hier hoch kommt. Meistens passiert so etwas immer im Wald", meinte Henrik Massow, der den umgestürzten Baumstamm mit der Motorsäge zerkleinerte. Für den Feuerwehrmann war es das erste Mal, dass er wegen eines Nagers ausrücken musste. "Sonst beseitigen wir Baumsperren, die durch Wind oder Sturm entstanden sind", erzählte der 23-Jährige. Mit vereinten Kräften schoben die Feuerwehrleute den zerkleinerten Baumstamm Stück für Stück vom Radweg ins Gebüsch.   

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