Naturschutz als Erlebnis:

Touristen legen bei der Moorpflege Hand an

Naturschutzprojekte verhelfen ausgetrockneten Mooren wieder zu neuem Leben. Dabei brauchen diese besonderen Gebiete die Hilfe des Menschen. In Lychen wird erfolgreich gezeigt, dass das auch Gäste interessiert und Spaß machen kann.

Das Moor kennenlernen und dabei helfen, dass es wieder funktioniert - das erleben Gruppen bei Exkursionen mit "Treibholz" in Lychen.
Birgit Bruck Das Moor kennenlernen und dabei helfen, dass es wieder funktioniert - das erleben Gruppen bei Exkursionen mit "Treibholz" in Lychen.

Mehr als 150 Naturfreunde haben in den vergangenen Wochen im Lychener Oberpfuhlmoor zur Harke gegriffen. Marcus Thum und seine Mitstreiter der Firma Treibholz sind dort für die Pflege einer knapp drei Hektar großen Fläche verantwortlich. "Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Flächen zu mähen und anschließend zu beräumen", erklärt Marcus Thum den Begriff "Moorpflege". Ziel ist, das "Grüne" zu entfernen und damit die Nährstoffe auf den wieder vernässten Moorflächen zu reduzieren - so lange, bis der hohe Wasserstand wieder allein den Bewuchs regelt.

Vor vier Jahren haben die "Treibhölzer" mit dem Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seen einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. "Die Pflege ist sehr aufwendig, es ist reine Handarbeit". Die Firma hat daher aus der Not eine Tugend gemacht. Unter dem Titel "Wir ziehen ins Moor" hat sie das Angebot einer Teamexkursion kreiert, bei der die Teilnehmer  auch selbst mit Hand anlegen. In diesem Jahr waren zum Beispiel Mitarbeiter von Sony und der Deutschen Bahn, vom NABU, aus einer Kirchengemeinde und von Umweltbehörden im Lychener Moor. "Die Nachfragen nach derartigen Aktionen nehmen zu", berichtet Marcus Thum. Teilnehmer, die nach Moorexkursion, Arbeitseinsatz und Floßfahrt freudestrahlend die Heimfahrt antreten, seien natürlich die besten Multiplikatoren - und die gab es in diesem Jahr reichlich. Auch wenn der Herbst jetzt die Moorpflegesaison 2013 beendet - im nächsten Juli geht es wieder los. Dann wünscht sich Marcus Thum für die neue Saison endlich funktionierende Mähtechnik und natürlich wieder viele interessierte Gäste.

 

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