Abgabe im Erholungsort:

Touristiker werden zur Kasse gebeten

Anbieter touristischer Leistungen in Lychen sollen im kommenden Jahr eine Tourismusabgabe zahlen. Eine entsprechende Beschlussvorlage wird derzeit im anerkannten Erholungsort erarbeitet.

Um den Erholungsort Lychen besser vermarkten zu können, sollen Anbieter künftig eine Tourismusabgabe zahlen.
Birgit Bruck Um den Erholungsort Lychen besser vermarkten zu können, sollen Anbieter künftig eine Tourismusabgabe zahlen.

Bereits 2009 hatte es der Erholungsort versucht, musste damals aber eine entsprechende Satzung aber nach heftigen Diskussion wieder zurückziehen. Auf der Grundlage eines neues Tourismuskonzepts unternimmt die Stadt jetzt den zweiten Anlauf, diese Abgabe einzuführen. Im Gegensatz zur Kurtaxe, die von den Urlaubern gezahlt wird, werden bei dabei Tourismusabgabe die Unternehmen zu Kasse gebeten, die vom Tourismus profitieren. Die Einnahmen sind zweckgebunden und dürfen nur für die touristische Vermarktung ausgegeben werden. Das Tourismuskonzept geht von möglichen Einnahmen in Höhe von 80 000 Euro aus. Wegen der Erfahrungen in der Vergangenheit mahnt es, "allen zahlenden Akteuren ein Mitspracherecht bei der Mittelverwendung einzuräumen und diese transparent und für alle nachvollziehbar zu gestalten". Die Stadtverwaltung und der Tourismusverein kündigen deshalb Gespräche mit allen Beteiligten an. Mit dem Geld soll ab 2015 unter anderem eine zusätzliche Stelle finanziert werden. Lychen hatte erst in diesem Jahr die Kurtaxe erhöht, um mehr Geld für den Tourismus zur Verfügung zu haben.

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