In der Schweiz festgenommen:

Unter Tränen dem Mann zu Willen

Ein 27-Jähriger soll seine Ex-Freundin in ihrer Wohnung mit einem Messer bedroht und missbraucht haben. Nun steht er in Neuruppin vor Gericht.

Vor dem Landgericht Neuruppin steht seit Dienstag ein 27-jähriger Mann aus Schwedt. Er soll seine Ex-Freundin vergewaltigt haben.
Ronald Wittek Vor dem Landgericht Neuruppin steht seit Dienstag ein 27-jähriger Mann aus Schwedt. Er soll seine Ex-Freundin vergewaltigt haben.

Die Vorwürfe gegen Kevin S. sind schwerwiegend: Er soll seine Ex-Freundin Caroline S. zum Sex gezwungen und sie und ihren neuen Partner bedroht haben. Zudem soll er ein Fahrrad gestohlen und im Rewe-Markt an der Berliner Straße in Schwedt Zigaretten und Alkohol mitgehen lassen haben. Als der 27-Jährige dabei erwischt wurde, soll er den Ladendetektiv Sven S. mit einem Messer bedroht haben. „Ich steche dich ab.“ Sechs Taten zwischen dem 19. Juni und dem 1. Oktober vergangenen Jahres wirft die Staatsanwaltschaft dem gebürtigen Schwedter vor.

Seit Dienstag steht Kevin S. nun wegen sexueller Nötigung, Bedrohung, Diebstahls und schweren räuberischen Diebstahls vor der ersten großen Strafkammer des Landgerichts Neuruppin. Nachdem er abgetaucht war, wurde er mit einem europäischen Haftbefehl gesucht. Im Februar wurde er in Luzern (Schweiz) verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert.

Als es zu den ihm vorgeworfenen Taten in Schwedt kam, war Kevin S. bereits einige Monate nicht mehr mit Caroline S. zusammen. Bei einem Zusammentreffen im Treppenhaus gerieten sie in Streit, der auch in Handgreiflichkeiten ausartete. Laut Staatsanwaltschaft zerrte der 27-Jährige die junge Frau dann in ihre Wohnung, verschloss die Tür und steckte den Schlüssel in seine Hosentasche. Er schüchterte die völlig verängstigte Frau so ein, dass sie sich unter Tränen seinen Forderungen fügte und ihm zu Willen war. So hat es sich aus Sicht der Staatsanwaltschaft zugetragen.

Der Angeklagte wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Lediglich den Fahrraddiebstahl gab er zu. Am 11. November wird weiter verhandelt.

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