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"Utopischer Preis für vier Kubikmeter Wasser"

Sparsam zu sein zahlt sich nicht aus, musste ein Handwerker verärgert feststellen. Obwohl er wenig Wasser verbraucht, muss er viel bezahlen. Sinnvoll findet er das nicht.

Bernd Riesener, Verbandsvorsteher des ZVWU, erklärte, das eine Differenzierung beim Grundpreis nach viel und wenig Verbrauch nicht möglich ist.
Archiv/Uwe Werner Bernd Riesener, Verbandsvorsteher des ZVWU, erklärte, das eine Differenzierung beim Grundpreis nach viel und wenig Verbrauch nicht möglich ist.

So wie andere Kunden auch erhielt Gottfried Herwig dieser Tage seine Rechnung vom Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Westuckermark. Über 200 Euro soll der Inhaber einer Kfz-Werkstatt für Trinkwasserbereitstellung und Abwasserentsorgung zahlen. „Das ist ein utopischer Preis für gerade mal vier Kubikmeter Wasserverbrauch, der in meiner Werkstatt anfällt“, ärgert sich der Handwerker.

Beim Zweckverband erfuhr Herwig, dass er trotz seine geringen Verbrauchs den grundsätzlichen Wasserpreis bezahlen müsse. Dieser Grundbetrag sei in der Satzung von der Verbandsversammlung so beschlossen worden. Zufrieden ist Gottfried Herwig mit dieser Auskunft nicht. Aus seiner Sicht werden diejenigen, die sparsam im Wasserverbrauch sind, mit einem solch hohen Grundpreis bestraft. „Ich verstehe nicht, wie die Vertreter der Städte und Gemeinden dem zustimmen können“, meinte er.

Zum Anschluss gezwungen

„Eine Differenzierung beim Grundpreis nach viel oder wenig Verbrauch ist einfach nicht möglich“, erklärt Bernd Riesener, Vorsteher des Zweckverbandes, auf Nachfrage. Auch in seiner Werkstatt werde Gottfried Herwig rund um die Uhr mit Wasser versorgt. „Sein Betrieb befindet sich an einer erschlossenen Straße, somit besteht für ihn ebenso Anschluss- und Benutzerzwang, sowohl was den Verbrauch von Trinkwasser als auch die Einleitung von Abwasser angeht“, so Riesener.