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Vandalen ruinieren jahrzehntelange Arbeit

Im wahrsten Sinne des Wortes in Scherben liegt wertvolles Saatgut, um dessen Erhalt sich ehrenamtliche Helfer des Templiner Lehmann-Gartens bemühen. Bislang noch unbekannte Täter haben die Gläser zerstört.

Dr. Wilhelm Gerhardt ist fassungslos. Inmitten von Scherben liegt seltenes Saatgut, unbrauchbar gemacht durch das Pulver eines Feuerlöschers.
Horst Skoupy Dr. Wilhelm Gerhardt ist fassungslos. Inmitten von Scherben liegt seltenes Saatgut, unbrauchbar gemacht durch das Pulver eines Feuerlöschers.

Fassungslos stand Dr. Wilhelm Gerhardt am Sonnabend vor dem Werk von Vandalen. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern führt der 77-Jährige in Templin das Werk des Botanikers Gustav Lehmann (1853 bis 1928) fort. Doch jetzt erlitt ihre Arbeit einen herben Rückschlag. Unbekannte hatten die Räume auf dem Gelände des ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasiums, die die Initiative nutzt, verwüstet. Dabei gingen Gläser mit wertvollen Genressourcen zu Bruch.

"Das ist die zum Teil ehrenamtlich geleistete Arbeit von 28 Jahren", sagte Dr. Gerhardt und wies auf den Scherbenhaufen und das verstreute Saatgut seltener Wild- und Nutzpflanzen, um dessen Erhalt er und seine Helfer sich bemühen. Die Täter hatten nicht nur Schränke und Vitrinen zerschlagen, Waschbecken im Sanitärbereich zertrümmert, sondern auch die Regale umgeworfen, in denen die wertvollen Pflanzensamen aufbewahrt wurden. Zahlreiche Gläser gingen dabei zu Bruch. Damit nicht genug. Die Ganoven versprühten in den Räumen einen Feuerlöscher, den sie gefunden hatten. Durch das Pulver wurde das Saatgut kontaminiert und damit unbrauchbar gemacht.

Nicht nur der Eigentümer der Immobilie zeigte den Einbruch und Vandalismus bei der Polizei an, auch Dr. Wilhelm Gerhardt erstattete im Namen der Lehmann-Gärtner Anzeige. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Kommentare (1)

Wie psychisch krank müssen diese Vandalen sein und sowas läuft noch frei rum. Ich hoffe sie werden gefasst und dafür bestraft.