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Verwirrende Verkehrsführung am Markt

Am Markt in Templin wurde der neu gebaute Straßenabschnitt freigegeben. Doch die neuen Verkehrsschilder werden zuweilen noch „übersehen“. Räder und Autos fahren dort, wo man sie gar nicht vermutet.

Der mit Pflaster abgesetzte Gehweg ist eigentlich nur als Nothalt gedacht, um Geschäfte zu beliefern. Jetzt parken dort häufig Autos.
Sigrid Werner Der mit Pflaster abgesetzte Gehweg ist eigentlich nur als Nothalt gedacht, um Geschäfte zu beliefern. Jetzt parken dort häufig Autos.

 „Ich weiß nicht, ob Sie’s schon wussten...“, beginnt Komiker Rüdiger Hoffmann stets seine Auftritte. Irgendwie passt das derzeit auf die Verkehrssituation am Templiner Markt. Ganz still haben Landesbetrieb und Stadt dort die Verkehrsführung verändert. Basis sei das von den Stadtverordneten beschlossene Verkehrskonzept für die Innenstadt. Die Einbahnstraße in der Thälmannstraße wurde umgekehrt, die Sackgassenregelung in der Pestalozzistraße aufgehoben, die Straße ist wieder eine Einbahnstraße. Am Markt Richtung Puschkinstraße kann, aus der Mühlen- und der Oberen Mühlenstraße kommend, nicht mehr eingebogen werden.

Dafür darf die früher nur für Taxis reservierte Marktstraße vor der Ladenzeile jetzt in eine Richtung befahren werden. So manch ein Templiner Verkehrsteilnehmer scheint die neuen Verkehrsschilder noch gar nicht bemerkt zu haben. Andere fahren aus Gewohnheit noch falsch herum in die Einbahnstraße oder biegen ab, wo das nun verboten ist.

Gehweg als Parkfläche missbraucht

Peter Wittmüß ärgert sich über den Mittelstreifen auf der Straße am Markt: „Überholen ist dort für Autos nicht mehr möglich“, stellt er fest. Wenn man den Lkw-Verkehr aus der Stadt holen wolle, dann sollte man die Seestraße reparieren, regt er an. Auch dass für die Parkplatzssuche im Stadtkern wegen der einseitigen Sperrung des Marktes Richtung Puschkinstraße nun größere Umwege nötig werden, ärgert den Mann, der wegen eines Unfalls gehandicapt ist.

Christine Splinter ist aufgefallen, dass in der Grünphase die Autos vom Markt mit Vollgas über die Kreuzung in die Thälmannstraße brettern. „Gefährlich“, findet sie angesichts der vielen Fußgänger, die in der Thälmannstraße zwischen parkenden Autos hervorkommen können. Auf der Marktseite vor der Volksbank missbrauchen manche Fahrzeugführer den mit Kleinstadtpflaster abgesetzten Gehwegstreifen als Parkfläche. Die Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes warnen: Das könne 20 Euro kosten. Die  Streifen seien nur für Lieferverkehr der Geschäfte gedacht.