Sehnsüchtig erwartet:

Viele Störche sind schon da

Über das Wohl und Wehe der beliebten Vögel wird in der Uckermark Buch geführt. Dabei kommt es auf mehrere Faktoren an.

Im vergangenen Jahr gab es Storchennachwuchs in Neu Placht bei Templin.
Wolf-Hasso Seybold Im vergangenen Jahr gab es Storchennachwuchs in Neu Placht bei Templin.

33 Storchenhorste sind im Altkreis Templin bereits „bezogen“, informierte Wolf-Hasso Seybold. Gemeinsam mit Norbert Bukowsky ist er Weißstorchbeauftragter für die Region. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem festzuhalten, wann die Vogel Einzug halten. Insgesamt sind im Altkreis 63 Nistmöglichkeiten vorhanden. Die Zahl der Brutpaare liegt zwischen 40 und 50. Der Experte geht davon aus, dass noch einige Exemplare die Region ansteuern werden.

Man könne davon ausgehen, dass Ende April die ersten Eier gelegt werden, erklärte Wolf-Hasso Seybold. Und dann heißt es Daumendrücken, dass das Wetter im Mai nicht zu trocken wird. Mangelnde Niederschläge wirken sich schlecht aus auf das Nahrungsangebot während der Aufzucht der Jungen. So wie 2016. Im April, Mai und Juli lagen die Niederschlagsmengen unter dem langjährigen Mittelwert. Für 2016 kamen Bukowsky und Seybold auf eine ernüchternde Bilanz: Es war das schlechteste Storchenjahr seit 2000. 18 der 63 kontrollierten Horste waren nicht besetzt. Von den gezählten 45  Brutpaaren hatten 17 keinen Nachwuchs.

Kommentare (1)

...diese Frage stellte mir vor kurzem eines meiner Enkelkinder aus Niedersachsen und ich zeigte ihm Bilder im Internet. "Wenn du uns besuchst in Pommern, dann zeige ich dir echte Störche", das war mein versprechen - ich glaube, dass die nächste Generation wegen industrieller Landwirtschaft und Windparks solch ein Versprechen nicht mehr machen darf....