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Vorsicht vor diesen Spam-Mails

Amazon, Apple, DHL: Seriöse Firmen, die urplötzlich die Daten ihrer Kunden überprüfen wollen? Nein, warnt die Polizei. Betrüger verschicken die Nachrichten und sind auf Passwörter und Kontonummern scharf.

Der Kundenservice von Amazon meldet sich ebenfalls nicht so, schon gar nicht in solch miesem Deutsch.
Thomas Walther Der Kundenservice von Amazon meldet sich ebenfalls nicht so, schon gar nicht in solch miesem Deutsch.

In der Region versuchen Betrüger derzeit, mit E-Mails an sensible Daten von bürgern heranzukommen. Dabei benutzen die Betrüger Namen von seriösen Firmen. Ein Absender erweckte den Eindruck, er sei im Auftrage der DHL Logistik unterwegs. Einer Uckermärkerin wurde erklärt, dass sie ihre Sendung über einen Link in der E-Mail verfolgen könne. Stutzig wurde die Dame, da sie keine Sendung erwartete. Wie sich später herausstellte, hätte sie beim Klicken auf den Link einen Trojaner-Virus auf den Computer heruntergeladen.

In einem anderen Fall wurde eine Mail angeblich von Amazon verschickt. Man hätte ungewöhnliche im Benutzer-Konto festgestellt und wolle die Daten überprüfen. Daher wurde der Nutzer gebeten, in einem angehängten Formular seine Daten anzugeben, damit man diese überprüfen könne. „Das ist ein gern genutzter Trick“, warnt Polizeisprecher Gerald Pillkuhn. „Sind die Daten zurückgeschickt, sind die Betrüger im Besitz persönlicher Codes und Kontoverbindungen und können mit den erschlichenen Daten Waren bestellen.“ Die Versandfirmen halten sich mit den Rechnungen an die Betrogenen. Die Chance zu beweisen, dass man die Waren nicht bestellt hat, sind äußerst gering.