Stephanusstiftung in Groß Dölln:

Vorstand verteidigt umstrittene Einrichtung

Rund um die intensiv betreute Wohnstätte für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche  gab es mehrere Vorfälle. Zuletzt wurde ein Rentner schwer verletzt. Jetzt der Träger der Einrichtung öffentlich Stellung bezogen.

Torsten Silberbach, Vorstandsvorsitzender der Stephanusstiftung, wurden von Groß Döllnern Fragenkataloge überreicht, hier von Birgit Lindlahr.
Sigrid Werner Torsten Silberbach, Vorstandsvorsitzender der Stephanusstiftung, wurden von Groß Döllnern Fragenkataloge überreicht, hier von Birgit Lindlahr.

Torsten Silberbach, Vorstandsvorsitzender der Stephanusstiftung, die in Templin und seinen Ortsteilen mehrere soziale Einrichtungen betreibt, ist der Einladung des Templiner Bürgermeisters in den Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung gefolgt. Er bezog öffentlich Stellung zu den Vorfällen um die intensiv betreute Wohnstätte für seelisch behinderte und schwer traumatisierte Kinder und Jugendliche in Groß Dölln. Immer wieder hatte es in den vergangenen Monaten Polizeieinsätze im Ort gegeben, weil Bewohner vermisst wurden, Einbrüche und Diebstähle angezeigt und Vandalismusschäden beklagt wurden. Zuletzt war ein Rentner schwer verletzt worden. Auch da ermittelte die Polizei zu einer möglichen Tatbeteiligung von Bewohnern der Einrichtung.

Das brachte das Fass zum Überlaufen. Der Ortsvorsteher forderte sogar die Schließung der Einrichtung. Auf der Hauptausschusssitzung bot Silberbach den Groß Döllnern noch einmal ein zeitnahes Gespräch, einen gemeinsamen Faktencheck, zu den Vorwürfen an. Silberbach verteidigte das Konzept, alles zu tun, damit die Jugendlichen, die scheinbar niemand mehr haben wolle, sich wieder angenommen fühlen können. Allerdings räumte er ein, dass sich einige Bewohner der Wohnstätte offensichtlich nicht auf diesen Weg einlassen wollen. Silberbach kündigte Veränderungen in der Betreuung und der Leitungsverantwortung der Einrichtung an.

Dennoch: Zahlreiche Einwohner waren mit ihren Sorgen zur Ausschussitzung gekommen. Viele waren mit den Antworten unzufrieden und hatten mehr erwartet. Mehr dazu lesen hier.

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