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Vorwurf: Bürgerinitiative lässt sich von Wünschen und Nostalgie leiten

Die Mitglieder des Vereins Bürgergarten e.V. hatten im Juni 2012 beschlossen, sich für einen Abriss des leer stehenden Gebäudes und die Herstellung einer ...

Die Mitglieder des Vereins Bürgergarten e.V. hatten im Juni 2012 beschlossen, sich für einen Abriss des leer stehenden Gebäudes und die Herstellung einer Grünfläche oder einer kleinteiligen Bebauung einzusetzen, schreibt Vorsitzende Heike Droebes im Zusammenhang mit dem Bürgerbegehren gegen den Abriss des Bettenhauses des ehemaligen Salvador-Allende-Heimes. Zugrunde gelegen habe das städtebauliche Gutachten der Landesplanungsgesellschaft LPG vom 10. April 2012, das den Erhalt des Bettenhauses aus städtebaulicher Sicht ausschließt, erinnert Heike Droebes. Zudem drohte nach Mitteilung der Stadtverwaltung, dass eine fristgebundene Förderung aus dem Ökopool für den Abriss auslaufen könne. „Grundsätzlich hat sich die Entscheidungsgrundlage nun durch das Projekt der Wohnungsbaugenossenschaft Templin nicht geändert, insbesondere sind die Gründe für die gutachterliche Feststellung damit nicht entkräftet. Weiter bestehen seitens des Vereins Bürgergarten e.V. erhebliche Bedenken, inwieweit sich das Projekt ohne öffentliche Ausschreibung und nachfolgende Planung aus Rechtsgründen überhaupt realisieren lässt“, macht Heike Droebes auf einen bislang wenig beachteten Aspekt aufmerksam. „Die Bürgerinitiative scheint weniger die Gegebenheiten umfassend zu berücksichtigen, sondern vielmehr sich von Wünschen und Nostalgie leiten zu lassen.“ Sicherlich wäre es schön gewesen, wenn nicht nur das Bettenhaus, sondern das gesamte Ensemble hätte erhalten werden können. Bisherige Versuche seien allerdings gescheitert und es besteht daher Gefahr, dass der Schandfleck, auch unter Beachtung der öffentlichen Sicherheit, weiter bestehen bleibt“, befürchtet der Verein. Er hofft, dass es schnell eine endgültige Entscheidung gibt, „damit der jetzige Zustand in absehbarer Zeit beendet werden kann“, so Heike Droebes.