Kaum Regen in der Uckermark :

Wälder sind knochentrocken

Die Region zwischen Prenzlau, Templin und Schwedt scheint derzeit ein wahrer Sonnenkorridor zu sein. Vom lang ersehnten Regen, der anderenorts für Erfrischung sorgte, bekamen die Uckermärker Felder, Wälder und Gärten kaum was ab. Und so steigt die Waldbrandgefahr.

Die Leiterin der Oberförsterin Heidrun Koch zeigt am Niederschlagsmesser und an der Bodenprobe anschaulich, wie trocken ihr 34 300 Hektar großes Revier ist.
Sigrid Werner Die Leiterin der Oberförsterin Heidrun Koch zeigt am Niederschlagsmesser und an der Bodenprobe anschaulich, wie trocken ihr 34 300 Hektar großes Revier ist.

Wenn das frische Grün an den Bäumen auch darüber hinwegtäuscht: Die Wälder in der Region sind extrem trocken. Die Waldbrandgefahr ist daher enorm hoch. Seit heute gilt die höchste, die Waldbrandwarnstufe 5 für den Landkreis Uckermark. Während in Nachbarregionen bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter teilweise in nur einer Stunde fielen, registrierte die Oberförsterei des Landes Brandenburg in Milmersdorf in der Nacht zum Mittwoch gerade mal einen knappen Liter Niederschlag.

Fünf Liter Regen pro Quadratmeter, die auch gut in den Boden einziehen können, wären mindestens nötig, um die Waldbrandgefahr wenigstens wieder ein wenig einzudämmen. Die Landesförster warnen deshalb mit Nachdruck vor achtlosem Umgang mit offenem Feuer und Zigaretten. Auch Flaschen, die an Rastplätzen im Wald liegen bleiben, können schlimmstenfalls wie ein Brennglas wirken.

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