Aufreger des Tages:

Was tun, wenn der Schulbus nicht kommt?

Eltern aus Krohnhorst kritisieren die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft. Sie fordern eine bessere Information. Man verlässt sich schließlich darauf, dass die Kinder auch in der Schule ankommen, wenn sie an der Haltestelle stehen.

Was tun, wenn der Bus nicht kommt? Familie Bleich wünscht sich, dass sie in solchen Fällen von der UVG informiert wird.
Birgit Bruck Was tun, wenn der Bus nicht kommt? Familie Bleich wünscht sich, dass sie in solchen Fällen von der UVG informiert wird.

Die Krohnhorsterein Andrea Bleich ist mehr als sauer: Zwei Tage hintereinander standen ihre beiden Kinder, die die Naturschule in Prenzlau besuchen, morgens vergeblich an der Bushaltestelle in Mittenwalde. „Der Bus kam nicht. Zum Glück waren wir zu Hause. Zwei Mal musste mein Mann also 50 Kilometer mit unserem Auto fahren, und das, obwohl wir für beide eine Monatskarte bezahlen.“ Andrea Bleich kann nicht verstehen, warum die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft (UVG) in solchen Fällen nicht die Kinder oder aber die Eltern über Verspätung oder sogar Busausfall informiert. Umgekehrt sollte es aus ihrer Sicht für die Schüler genauso möglich sein, dass sie eine Telefonnummer der UVG wählen können, wenn der Bus nicht kommt. Nachdem sich die Krohnhorsterin übrigens selbst bei der UVG durchgefragt hatte, erfuhr sie, dass der Anschlussbus an dem einen Tag einen Unfall hatte. Am anderen musste ein Kupplungsschaden repariert werden. „Mir graut mir schon vor dem Winter, weil dann garantiert wieder was mit den Fahrten zur Schule nicht klappt“, befürchtet Andrea Bleich.

Bei der UVG bedauert man die Probleme an zwei aufeinander folgenden Tagen. „Sicherlich tun uns die Kinder leid und wir haben auch Verständnis für die sich sorgenden Eltern“, so Grit Krstanovic, Sprecherin  des Verkehrsunternehmens. Nach dem Unfall habe die Einsatzleitung in Prenzlau aber schnell reagiert und einen Ersatzbus geschickt. Das dauere jedoch bei den zurückzulegenden Entfernungen. „Trotzdem war ein neuer Bus in angemessener Zeit vor Ort.  Die Schüler konnten umsteigen und wurden weiter gefahren“, sagt Grit Krstanovic. Genauso könne eben auch bei der UVG einmal die Technik versagen, obwohl die Fahrzeuge regelmäßig kontrolliert werden. „Pannen sind nicht planbar." Für solche sehr selten auftretenden Notfälle werde man deshalb aber keine Notfallnummer herausgeben, wie es sicher nicht nur Andrea Bleich für sinnvoll hält. „Dafür wird mit dieser Notfallnummer zu viel Unfug getrieben“, teilt die UVG-Sprecherin mit. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Fahrer den Kindern nicht gesagt hat, sie mögen Ruhe bewahren, bis der Ersatzbus kommt. Das werden wir noch mal prüfen.“

Haben Sie, liebe Leser, ähnliche Sorgen wie Andrea Bleich oder möglicherweise Anregungen, wie sich das Problem lösen lassen könnte? Dann melden Sie sich in der Redaktion. Telefon: 03987 703613

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Kommentare (1)

Die Kinder standen an der Haltestelle und der Bus kam nicht, wegen Unfall und Kupplungsschaden, wenn ich das richtig gelesen habe! Darauf die Antwort von Grit Krstanovic, Sprecherin des Verkehrsunternehmens, ich zitiere: „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Fahrer den Kindern nicht gesagt hat, sie mögen Ruhe bewahren, bis der Ersatzbus kommt. Das werden wir noch mal prüfen.“ Zitat Ende Meine Frage! Wie hat der Busfahrer die Kinder an den Haltestellen informiert? lautsprecherdurchsagen, wie bei der Bahn hat die UVG doch gar nicht! Oder ist er etwa von Haltestelle zu Haltestelle gelaufen oder mit Taxi gefahren?