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Wegen knapper Kassen Jubelfest verschoben

„Es ist doch immer wieder schön, Bilder als dem alten Templin zu sehen“, schwärmte die Kurstädterin Margit Dura nach einem Blick in den Uckermark ...

Blick in die Mühlenstraße 2013 von der Schleusenbrücle aus. Vor dem Mühlentor befindet sich der Komplex der alten Mühlen, der heute ein Fitnessstudio beherbergt.  FOTO: Michaela Kumkar

„Es ist doch immer wieder schön, Bilder als dem alten Templin zu sehen“, schwärmte die Kurstädterin Margit Dura nach einem Blick in den Uckermark Kurier. In der Mittwochausgabe hatte sie eine imposante Aufnahme beim „Historischen Guckkasten“ entdeckt: „Dieser Festumzug, der auf dem Bild die Mühlenstraße in Templin passiert, war bestimmt auf dem Weg in den Bürgergarten“, meinte Margit Dura beim Anruf in der Redaktion. So wie sie hatten viele Leser auf Anhieb erkannt, wo die alte Aufnahme, die Siegfried Breyer gehört, entstanden ist. Elfriede Sydow, die ebenfalls in Templin wohnt und die Stadt wie ihre Westentasche kennt, kann sich sogar rühmen, eine Augenzeugin dieses Umzuges gewesen zu sein: „Veranstaltet wurde er 1932 anlässlich der 700-Jahrfeier in Templin. Ich war damals acht Jahre alt“, berichtete die alte Dame. „Eigentlich hätte dieses Jubiläum schon zwei Jahre zuvor gefeiert werden müssen. Denn in der Schule haben wir gelernt, dass Templin 1230 das Stadtrecht erhielt.“ Vermutlich sei das Geld damals knapp gewesen und die Stadt habe sich mit dem Sängerverein zusammengetan, um ein solches Fest überhaupt auf die Beine stellen zu können.
Die Hardenbeckerin Bärbel Sydow hatte auf dem alten Bild einen Teil des Mühlentores ausgemacht. „Das war sozusagen der entscheidende Hinweis, um mir sicher zu sein", meinte sie. Wer genau durch den Torbogen schaue, der erkenne eine Art Rolle. „Das dürfte eines der Fässer gewesen sein, die Böttchermeister Schmuhl in der Straße herstellte. Er hatte Anfang der 40er Jahre dort seine Werkstatt“, sagte die gebürtige Templinerin.
Andere Leser wie der Templiner Friedhelm Ulrich, der in China arbeitet und gern von dort aus miträtselt, erkannten das Gebäude auf der linken Straßenseite: „Das war das sogenannte Reinhardtsche Haus, in dem sich früher eine Autowerkstatt befand.“ Klaus Preuß aus Milmersdorf und die Templinerin Margit Matzke können sich noch gut daran erinnern, dass später dort ein Taxi-Unternehmen ansässig war. „Die Einfahrt in den Innenhof zierte ein schönes Tor. Es wurde in den 30er Jahren abgerissen“, berichtete die Templinerin Gertraud Heide. Auch Ute Lemke, die in Drei Häuser wohnt, kennt sich am Mühlentor gut aus. „Bis zu meiner Hochzeit habe ich in dem Haus mit der Nummer zwei gewohnt.“ Richtig lagen mit ihrem Tipp außerdem Sieglinde Zimmermann, Vera Hahn, Rolf Brandhorst, Wolfgang Tucholke, Heinz Rösler und Klaus Behm, Horst und Marlis Kerlikofsky, alle aus Templin, sowie Peter Rosenthal, Vietmannsdorf, Jörg Wachholz, Lychen, die Hardenbeckerin Rosemarie Gabrecht und Sigrid Rendtel, die in Hamburg lebt, aber in Templin geboren wurde.