Spam-Mails im Umlauf:

Weihnachtszeit ist Hochsaison für Betrügereien im Internet

Jobangebote, ohne sich beworben zu haben, Rechnungen, ohne etwas zu bestellen: Gauner nutzen den Stress vor dem Fest aus, um Daten und Geld abzukassieren. In der Uckermark landen momentan vermehrt dubiose E-Mails.

Interesse an einem Jobangebot? Eigenartig, der Reporter des Uckermark Kurier hat sich nirgendwo beworben. Das kann nur fingiert sein. Polizeisprecher Gerald Pillkuhn (Foto) mahnt bei so verlockend klingenden Angeboten per E-Mail zur Vorsicht. Fotos: Gerald Bahr/UKK
Gerald Bahr Interesse an einem Jobangebot? Eigenartig, der Reporter des Uckermark Kurier hat sich nirgendwo beworben. Das kann nur fingiert sein. Polizeisprecher Gerald Pillkuhn (Foto) mahnt bei so verlockend klingenden Angeboten per E-Mail zur Vorsicht. Fotos: Gerald Bahr/UKK

Ihr Traumjob ist es, auf einer Bohrinsel zu arbeiten, aber das Klima auf der Nordsee ist zu kalt? Kein Problem, Sie haben gewonnen: Arbeiten auf einer Bohrinsel in Mali, Westafrika. Und das, ohne an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben. „Solche Spam-Mails werden zurzeit in die Uckermark verschickt“, sagt Polizeisprecher Gerald Pillkuhn. Oft würden E-Mail-Adressen von den Betrügern eingekauft. „Und an die werden dann die tollsten Angebote verschickt“, kann Pillkuhn nur mit dem Kopf schütteln.

Das ist aber nicht das einzige Jobangebot, das Menschen, die in Lohn und Brot stehen, zuletzt ohne eine Bewerbung erhielten. Fast keine Qualifikationen sind nötig, um ein hohes Gehalt zu verdienen. Das alles in Heimarbeit in der Logistikbranche. Eine solche E-Mail schlug kürzlich beim Uckermark Kurier auf.

Nichts bestellt, trotzdem Rechnungen erhalten

In der Region hat die Anzahl gemeldeter Fälle in den letzten Wochen spürbar zugenommen, so der Polizeisprecher. Von November bis Januar versuchen es Betrüger vermehrt, den Stress vieler Menschen zur Weihnachtszeit auszunutzen, die fieberhaft nach Geschenken suchen oder Jahresabrechnungen zahlen müssen. Beispielsweise werden Rechnungen verschickt, teilweise auch Forderungen von Inkassobüros, ohne dass etwas bestellt wurde. Da zum Jahresende ohnehin viel bestellt werde und Rechnungen zu zahlen seien, passiere es in einigen Fällen, dass die falschen Rechnungen in einem Zuge mitbezahlt werden, weiß Gerald Pillkuhn. Also Augen auf und lieber zweimal hinschauen.

Vorsicht bei verlockenden Angeboten

Auch bei Kleinanzeigen auf Online-Portalen, lohnt es sich, ganz genau hinzusehen. Das kam einem Uckermärker erst vor Kurzem zugute, wie der Polizeisprecher erzählt. Er hatte im Internet ein Auto gesucht. Bald hatte sich ein Verkäufer mit einem passenden Modell gefunden, allerdings in England. Der Mann aus der Uckermark wurde misstrauisch, als der Verkäufer das Geld vorab überwiesen haben wollte. Danach sollte es auch kein Problem sein, das Fahrzeug zu überführen. Das wollte der Käufer in einem Kaufvertrag vorab festgehalten wissen, inklusive der Anschrift des Verkäufers. Der ließ nichts mehr von sich hören.

Tipps, wie man sich schützen kann, gibt die Polizei im Internet unter www.polizei-beratung.de

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