Ärger in der Kurstadt:

Weniger Papierkörbe geht gar nicht

Wer eine saubere Kurstadt will, der braucht ausreichend Müllbehältnisse, sagt ein Templiner. Er kritisiert damit eine städtische Entscheidung.

Ein bis zwei Mal in der Woche entleeren Petra Michel und Kollegen vom Wirtschaftshof der Stadt die Papierkörbe in Templin.
Michaela Kumkar Ein bis zwei Mal in der Woche entleeren Petra Michel und Kollegen vom Wirtschaftshof der Stadt die Papierkörbe in Templin.

In Templin stehen jetzt weniger Papierkörbe. Die Stadt hat 120 einkassiert, um Geld für die Entleerung zu sparen. Die Reaktionen darauf kamen prompt. Dass die Stadt überhaupt auf die Idee gekommen ist, 120 Papierkörbe in Templin einzukassieren, bringt Klaus-Dieter Kleiß schlichtweg auf die Palme. „Ich bin eigentlich bisher immer davon ausgegangen, dass wir eine saubere Kurstadt haben wollen, auch um Gäste anzulocken“, sagt er. „Wie soll denn das ohne ausreichend Papierkörbe funktionieren?“

Warum ausgerechnet an dieser Stelle gespart werden soll, dafür hat der Templiner überhaupt kein Verständnis. Er empfiehlt der Stadtverwaltung einen Blick in Templins polnische Partnerstadt Polczyn Zdroj. „Das ist ein richtiges Schmuckstück, auch deshalb, weil es dort an jeder Ecke Papierkörbe gibt.“ Und was mache es für einen Eindruck auf Templiner Gäste, wenn sie auf ihrem Weg durch die Stadt vergeblich nach einem Müllbehältnis suchen? „Sollen sie ihren Müll dann in eine Plastetüte stecken und im Hotel abgeben, damit er dort entsorgt wird? Das geht doch nicht!“

Stadt rudert zurück

Auch der Stadtverordnete Uwe Göritz hatte bereits Bedenken gegen diese Maßnahme der Stadt angemeldet. Wenn keine Papierkörbe mehr in der Nähe seien, würden die Leute ihren Unrat auf Straßen und Wegen entsorgen. Danach hatte Bürgermeister Detlef Tabbert versprochen, an verschiedenen Orten einige Papierkörbe wieder aufstellen zu lassen. Weniger als vorher werden es vermutlich trotzdem sein.

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