Fehlende Schilder, kaputte Bänke, wucherndes Unkraut:

Wenn Wanderwege zu Problemzonen werden

Nicht jeder Weg, an dem eine Markierung prangt, ist heute noch zum Wandern zu empfehlen. Diese Kritik musste sich die Stadt Lychen auch von Urlaubern anhören, als diese von der beschlossenen Erhöhung der Kurtaxe hörten.

Lychen kann mit idyllischen Wanderwegen am Wasser punkten. Doch nicht alle Pisten sind so gut in Schuss.
Hahn/TV Lychen Lychen kann mit idyllischen Wanderwegen am Wasser punkten. Doch nicht alle Pisten sind so gut in Schuss.

Wie es um die Wanderpisten rund um die Flößerstadt tatsächlich aussieht, hat jetzt Markus Röwer herausgefunden. In einer geförderten Maßnahme. Er ist alle Strecken abgelaufen und abgeradelt und weiß, wo Bänke kaputt sind, Schilder fehlen und Unkraut kniehoch steht.

Der sieben Kilometer lange Rundweg um den Wurlsee ist einer der schönsten, aber derzeit auch einer der pro-blematischsten Wanderwege. Zuerst musste die attraktive Streckenführung direkt am Seeufer unterbrochen werden, da der Weg über Privatland verlief. Jetzt sind Brücken und Stege, die vor Jahren im Bereich der Quellen gebaut wurden, morsch und kaum noch gefahrlos zu passieren. Für die Stadt hat dieser Rundweg, an dem gleich zwei Campingplätze liegen, „höchste Priorität“, für dessen Ausbau es im nächsten Jahr Geld geben soll. Die Holzbauwerke sollen abgerissen und durch erhöhte, wassergebundene Wege ersetzt werden.

Eine andere „Problemzone“ in überaus attraktiver Lage ist der Weg am Ufer des Großen Kronsees in Rutenberg, der langsam aber sicher zuwächst. An anderen Strecken fehlen Hinweise oder Bänke. Die Liste der Hausaufgaben, die sich für den Erholungsort aus der aktuellen Bestandsaufnahme der Wanderwege ergeben, ist lang. Die höheren Einnahmen aus der Kurtaxe, mit denen möglicherweise ein „Wegewart“ zu bezahlen ist, und ehrenamtliches Engagement könnten dabei helfen, sie abzuarbeiten.

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