Scherbenhaufen am Bahnhof:

Wenn´s kein anderer tut, fegt eben die Stadt

Sind die Tage der Scherben auf dem Bahnhofsgelände Templin-Stadt nun gezählt? Die Bahn sagt, das sei nicht ihr Problem. Ob das stimmt, wird noch geklärt. Aber damit der Scherbenhaufen endlich wegkommt, lässt die Stadtverwaltung ihn beseitigen.

Das war der Stein des Anstoßes: Eine Scheibe der Fahrradabstellanlage am Bahnhof Templin-Stadt war in zig Scherben zersprungen. Foto: Archiv/Michaela Kumkar
Michaela Kumkar Das war der Stein des Anstoßes: Eine Scheibe der Fahrradabstellanlage am Bahnhof Templin-Stadt war in zig Scherben zersprungen. Foto: Archiv/Michaela Kumkar

Fast einen Monat lang lagen die Scherben einer demolierten Glasscheibe der Fahrradabstellanlage auf dem Bahnhof Templin-Stadt herum. Ganz abgesehen von dem unschönen Anblick, Pendler, die jeden Tag mit dem Rad in die Robert-Koch-Straße fahren, um dort in den Zug zu steigen, konnten ihre Räder nicht mehr ungehindert dort anschließen. Jetzt hat die Stadt Templin den Wirtschaftshof in die Spur geschickt, damit dessen Mitarbeiter dort fegen. Die Deutsche Bahn sah sich dafür nicht zuständig: Um diesen Bereich müsse sich die Stadt kümmern, hieß es, der Uckermark Kurier berichtete.

Ganz so einfach sei die Sache aber nicht, erklärte Thekla Seifert, Fachbereichsleiterin in der Stadtverwaltung. Es gebe zwar einen Vertrag mit der Bahn über die Pflege des angrenzenden Geh- und Radweges. Dass die Fahrradständer dazu gehören, stünde jedoch nicht darin. „Das ist jetzt aber zweitrangig. Uns geht es um die Sache. Reisenden und Besuchern der Stadt kann man den Anblick der mit Scherben übersäten Fläche nicht länger zumuten“, so Thekla Seifert. Unabhängig davon will die Stadtverwaltung die Frage der Zuständigkeit für die Fahrradständer klären. Es gab bereits ein Gespräch mit der Bahn, in dem es um die Reinigung der überdachten Wartemöglichkeit auf diesem Bahnhof ging. Darum muss sich das Unternehmen kümmern, wie generell um die Pflege des Bahnhofsareal. Dass die zu wünschen lässt, hatten Leser nicht erst einmal kritisiert.

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