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Wer sagt, dass nur Erwachsene ein Vorbild sein können?

Auf diese Kinder und Jugendliche kann Templin stolz sein: Sie setzen sich für Menschen ein, die Hilfe brauchen, vertreten ihre Meinung und ermutigen andere, es auch zu tun. Dafür gibt es den Couragepreis als Anerkennung.

Glückwunsch zum Couragepreis! Wilfried W. Steinert, Vorsitzender des Fördervereins der Waldhofschule, überreicht die Skulptur an Templiner Christenlehre-Kinder. Der Preis ist auch mit einer kleinen finanziellen Anerkennung verbunden.
Michaela Kumkar Glückwunsch zum Couragepreis! Wilfried W. Steinert, Vorsitzender des Fördervereins der Waldhofschule, überreicht die Skulptur an Templiner Christenlehre-Kinder. Der Preis ist auch mit einer kleinen finanziellen Anerkennung verbunden.

Jenny Heinke hat mit Rechtsradikalismus nichts am Hut. Die Zehntklässlerin von der Oberschule Templin sagt das auch öffentlich und macht anderen Mut, es ebenso zu tun: Im vergangenen Jahr begeisterte sie eine Gruppe von Jugendlichen, sich am Schulwettbewerb des Bundesministeriums der Justiz gegen Rechtsextremismus zu beteiligen. Sie schaffte es, eine neue Gesprächsbereitschaft über dieses Thema zu entwickeln. "Wir haben Unterschriften gesammelt. Bei dieser Aktion habe ich gemerkt, dass man in einer Gruppe viel mehr bewegen kann, als wenn man nur allein wäre", sagt Jenny. Nie im Leben hätte sie allerdings damit gerechnet, für dieses Engagement mit dem Templiner Couragepreis ausgezeichnet zu werden.

Durch ihr Verhalten sind auch die Templiner Christenlehre-Kinder Gleichaltrigen ein Vorbild, sagt die Jury: Zum sechsten Mal haben sie bei der bundesweiten Aktion der Kindernothilfe „Kinder gegen Kinderarbeit“ mitgemacht. Sie erarbeiteten in verschiedenen Aktionen selbst Geld, damit Mädchen und Jungen in Äthopien ein besseres Leben haben. Deshalb gebührt den Uckermärkern ebenso der Couragepreis.