Arbeitsschutz ermittelt:

Wie kam es zum tödlichen Windradunfall?

Ein 55-Jähriger kam beim Absturz einer Befahranlage  ums Leben. Eine technische Prüfstelle ist mit der Aufklärung des Unglücks beschäftigt und hat erste Erkenntnisse.

In dem Windrad bei Storkow ist die Befahranlage abgestürzt. EIn Mitarbeiter starb, ein zweiter wurde schwer verletzt.
Benjamin Vorhölter In dem Windrad bei Storkow ist die Befahranlage abgestürzt. EIn Mitarbeiter starb, ein zweiter wurde schwer verletzt.

80 Mitarbeiter des Energieunternehmens Enertrag fuhren am Donnerstag nach Zichow. Dort nahmen sie an der Beerdigung ihres 55-jährigen Kollegen teil, der durch einen tragischen Arbeitsunfall ums Leben kam. „Wir stehen solidarisch an der Seite der Familien und sind regelmäßig in Kontakt mit ihnen“, sagte Unternehmenssprecher Robert Döring. Er teile den Wunsch der Witwe, zu erfahren, was passiert ist. Mitte der vergangenen Woche sei eine Prüfstelle mit der Aufklärung der Unfallursache beauftragt worden, sagte Robert Döring.

Indes gibt es aus dem Landesamt für Arbeitsschutz erste Erkenntnisse. Nach ersten Ermittlungen vor Ort haben die Bremse der Seildurchlaufwinde sowie die Auffangvorrichtung nicht ausgelöst, sagte Marina Ringel, Sprecherin des brandenburgischen Arbeitsministeriums. In einem Labor der Prüfstelle werden nun die einzelnen Bauteile untersucht. Die Prüfung dauere an. Befahranlagen dieser Art werden nach ihren Angaben seit Jahren ohne Probleme genutzt.

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