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Winterdienst gerät selbst in Not

Im Straßengraben endete am Mittwochabend die Fahrt eines Streufahrzeuges. Der Unfall zog eine aufwendige Bergung und eine stunden­lange Vollsperrung der Straße nach sich.

Mit Baumstämmen sicherten Feuerwehrleute aus Annenwalde und Templin das verunglückte Winterdienstfahrzeug, damit es nicht weiter einsacken konnte und womöglich noch umkippte.
Horst Skoupy Mit Baumstämmen sicherten Feuerwehrleute aus Annenwalde und Templin das verunglückte Winterdienstfahrzeug, damit es nicht weiter einsacken konnte und womöglich noch umkippte.

Ein Winterdienstfahrzeug des Landesbetriebes Straßenwesen ist am Mittwochabend verunglückt. Auf der Landesstraße 23 war es zwischen dem Abzweig Gandenitz und Neu Placht in den Straßengraben gerutscht. Nach Aussagen von Straßenmeister Jens Mocker wollte der Fahrer einem anderen Wagen ausweichen und war dabei auf das aufgeweichte Straßenbankett geraten. „Zum Glück blieb unser Kollege unverletzt“, sagte Jens Mocker am Donnerstag.

Für die alarmierten Feuerwehrleute aus Annenwalde und Templin gestaltete sich der Einsatz schwierig. „Das Fahrzeug war voll beladen“, sagte Gerd Stahlberg, Einsatzleiter der Feuerwehr. Durch die Last drohte es immer weiter einzusinken und schließlich umzukippen. Um es zu bergen, fehlten den Kameraden die Technik. Deshalb sorgten sie dafür, dass der Laster nicht weiter kippte, zunächst mit Stahlseilen, später mit Baumstämmen.

Spezialtechnik zur Bergung

Weil das nächstgelegene Bergungsunternehmen bereits im Einsatz war, musste Spezialtechnik aus Neuruppin anrollen. „Gegen 2.30 Uhr traf sie ein. Dann dauerte es nicht lange, bis unser Fahrzeug herausgezogen war“, so Jens Mocker. Von 21 Uhr bis in die frühen Morgenstunden am Donnerstag blieb die Landesstraße voll gesperrt.

Glück im Unglück: Beschädigt wurde das Winterdienstfahrzeug bei dem Unfall nicht. Nach einer Inspektion ist es inzwischen schon wieder im Einsatz.