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Winterdienst soll auf Salz verzichten

Ein Ahrensdorfer will die Straße in seinem Dorf schützen. Doch das könnte für die Gebührenzahler teuer werden.

Wenn in der Templiner Seestraße kein Salz mehr eingesetzt werden darf, dann könnte es dort in Extremwetterlagen schwierig werden für Autofahrer.
Sigrid Werner Wenn in der Templiner Seestraße kein Salz mehr eingesetzt werden darf, dann könnte es dort in Extremwetterlagen schwierig werden für Autofahrer.

Wolfgang Drabsch hat der Stadt Templin die Neuorganisation des Winterdienstes empfohlen. Der Ahrensdorfer kritisierte den Einsatz von Streusalz, das den Beton unter der bröckelnden Bitumendecke in dem Templiner Ortsteil angreifen könnte. Deshalb regte er an, diese Dienstleistung neu auszuschreiben und ein Unternehmen zu beauftragen, das nur mit Kies streut.

Doch der langjährige kommunale Winterdienstleister kann technologisch nicht auf den Salzeinsatz verzichten, um für Verkehrssicherheit bei Eis und Schnee zu sorgen. Alternativen könnten teurer werden für die Gebührenzahler, argumentiert die Stadtverwaltung, nachdem sie neue Angebote eingeholt hatte. Sich darauf einzulassen, würde bedeuten, die Gebühren für den Winterdienst zu erhöhen. Das sei dem Gebührenzahler nicht zuzumuten. Deshalb will sie alles beim Alten belassen und den Salzeinsatz dulden.