Tierfreund hegt bösen Verdacht:

Wird mit dem Auto Jagd auf Katzen gemacht?

An tote Tiere am Straßenrand haben sich wohl schon viele Menschen gewöhnt. Ein 44-Jähriger hat jedoch eine finstere Beobachtung gemacht: Manche Autofahrer würden extra Gas geben, wenn sie Tiere sehen.

Dieses Foto schoss Michael Schwass kurz nach dem Drama.
Michael Schwass Dieses Foto schoss Michael Schwass kurz nach dem Drama.

Meist sind es Katzen, die die Kollision mit einem Fahrzeug mit ihrem Leben bezahlen, aber auch Hunde, Hasen, Igel, Füchse und Rehe verenden elendig. Aber das dürfte zum Teil auch an böswilligen Menschen liegen, sagt Michael Schwass aus Gandenitz. Der 44-Jährige beobachtet seit Jahren mit Unbehagen, wie nicht nur in seinem Dorf regelrecht Jagd auf die Vierbeiner gemacht wird. „Ich habe das Gefühl, dass viele Leute mutwillig draufhalten, wenn ein Tier über die Straße läuft“, meint der gelernte Schäfer.

Erst kürzlich hat er wieder einen blutüberströmten Kater-Körper von der Straße gesammelt. „Der ganze Schnee auf der Fahrbahn war blutrot. Dabei ist hier Tempo 30 verordnet. Es dürfte also gar nicht sein, dass die Kraftfahrer es nicht schaffen, zu bremsen“, empört sich der Familienvater. „Ich habe das schon vom Fenster aus beobachtet: Sie geben Gas, wenn eine Katze naht und jubeln dann vermutlich, wenn sie das Tier erwischt haben.“

Michael Schwass kann nicht nachvollziehen, was in solchen Leuten vorgeht, setzt er empört hinzu – mit Verweis auf ein Vorkommnis in seinem Dorf, über das der Uckermark Kurier berichtet hatte. Damals war eine Gandenitzerin mit den Röntgenbildern ihrer Katze in die Redaktion gekommen. Im Rumpf des erschossenen Tieres steckten mehrere Projektile.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung