Eine Idee aus Wien:

Wo aus Abfällen gute Einfälle werden

In einem Gemeinschaftsraum im Keller eines Templiner Wohnblocks ist ein Nähcafé entstanden. Der Treff ist nicht nur für Freunde der Nadelarbeit gedacht.

Kerstin Finger (links) probiert mit Judith Rütz an der Nähmaschine, bis alles klappt.
Birgit Bruck Kerstin Finger (links) probiert mit Judith Rütz an der Nähmaschine, bis alles klappt.

Judith Rütz hat ihre Nähmaschine mitgebracht. „Ich will Vorhänge nähen, aber irgendetwas funktioniert mit den Stichen nicht“, sagt die 30-Jährige. Vielleicht kann man ihr hier im neuen Nähcafé ja helfen. Die Templinerin ist der erste Gast im neuen Treffpunkt in der Strahl-Goder-Straße 6, der in Kooperation des Vereins „würdevoll leben“ und der Wohnungsbaugenossenschaft WBG entstanden ist.

Hintergrund für das Nähcafé sei der Gedanke, aus „Abfällen“ „Einfälle“ werden zu lassen, sagt der Initiator und verweist auf ein Projekt aus Wien, wo unter dem Motto „Schluss mit Wegwerfen“ ein ganzer Recycling-Kosmos entstanden ist. Dort bringen Freiwillige Fahrräder in Ordnung, reparieren Elektrogeräte und flicken Kleidung. Oder nähen aus alten Teilen Neues.

Interesse geweckt? Das nächste Nähcafé findet am 2. Dezember statt.