Parken nur für eine Nacht:

Wohnmobil-Fahrer unzufrieden mit Stellplätzen

An Campingplätzen, auf denen Gäste länger Station machen können, mangelt es rund um Templin nicht. Doch viele Urlauber würden gern in der Stadt rasten – für mehrere Tage. Der Wunsch könnte sich erfüllen.

Der Campingplatz in Templin bietet viel Platz, aber er ist nur für eine Übernachtung gedacht.
Sigrid Werner Der Campingplatz in Templin bietet viel Platz, aber er ist nur für eine Übernachtung gedacht.

Die Stadt Templin will nicht als wohnmobilfeindlich gelten. Seit fast 15 Jahren betreibt sie einen, seit einiger Zeit sogar kostenlosen Caravan- und Wohnmobilparkplatz mit rund 40 Stellplätzen am Templiner Stadtsee. Die Urlauber können dort Frischwasser nachtanken, die Entsorgung ihrer Abwässer vornehmen. Eine Toilette ist vorhanden. Der Platz ist ganzjährig nutzbar. Einziger Makel: Die Aufenthaltsdauer ist auf eine Übernachtung begrenzt worden, nachdem die Campingplätze in der Umgebung auf ihren Gebietsschutz pochten.

Jetzt werfen die Wohnwagenfreunden der Stadt vor, nicht auf ihre Belange zu achten. Denn die unmittelbare Nähe zum See, zur historischen Altstadt und Gastronomie und Supermarkt scheint ideal auch für längere Aufenthalte. Wenn die Stadt dies den Gästen nicht erlaube, sollte man den Parkplatz in der Kurstadt boykottieren,  wurde in sozialen Netzwerken schon vorgeschlagen. Im Bauausschuss der Stadt wurde die Diskussion deshalb jetzt von Seiten der Verwaltung neu angestoßen, ob die Stadt eine Änderung des Flächennutzungsplanes vornehmen soll, um aus dem Parkplatz auch offiziell einen stadtnahen Rastplatz für Wohnwagen zu machen.

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