Angriff auf Hund:

Förster schreit Wolf in die Flucht

Ein Wolf hat im Wald bei Angermünde eine Jagdhündin attackiert. Der Förster konnte sein verletztes Tier retten und den Angreifer mit Geschrei in die Flucht schlagen.

Ronald Ueckermann mit seiner noch unter den Bissfolgen leidenden Hündin am Ort des Geschehens.
Christina Schmidt Ronald Ueckermann mit seiner noch unter den Bissfolgen leidenden Hündin am Ort des Geschehens.

Die Ueckermanns leben sprichwörtlich dort, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen. Mitten im Wald zwischen den Angermünder Ortsteilen Wolletz und Steinhöfel steht ihr Forsthaus.  Der Schreck saß tief, als Ronald Ueckermann den lauten Schmerzschrei seiner Tiroler Bracke hört. „Ich hatte Hanka raus gelassen, als ich wenige Minuten später ihren Schrei hörte und beim Blick aus dem Fenster feststellte, dass sie gerade von einem Wolf angegriffen wird.“ Der Oberforstrat zögert keine Minute, springt aus dem Fenster, um seine Jagdhündin zu retten. Mit den Armen wedelnd und laut brüllend kann er den Wolf dazu bringen, von Hanka abzulassen. Danach flüchtet der tierische Angreifer in den angrenzenden Wald. Die Jagdhündin aber ist schwer verletzt.

C1-Nachweis liegt vor

Seine Beobachtungen hat er dem Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde gemeldet. Auch der Amtstierarzt in Prenzlau wurde eingeschaltet und Brandenburgs Rissgutachter Kay-Uwe Hartleb hat sich die Wunden der 12-jährigen Hündin angesehen. „Zusammen mit dem Foto und den auf dem Hof gefundenen Wolfsfährten gilt das als sogenannter C1-Nachweis“, erklärt Ueckermann.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (3)

Auch wenn der Wolf unter Schutz steht,bei mir hätte er vermutlich nicht überlebt.

Das sind natürlich nur anfängliche Plänkeleien ( die Population wird sich ja erst noch mausern )mit dem lieben Wolf . In diesem Fall war es " nur " ein attaktierter Jagdhund ... . Die Gutmenschen und angeblichen Naturbewahrer leben in einer Welt der Illusionen . Argumente zurechtlegen , ist jetzt angesagt . Doch was nützen schon die besten Worte wenn es um , z.Bsp. , Kinder geht ?

Seit 10 Jahren leben Wölfe in Deutschland. Das ist der erste solche Übergriff auf einen Jagdhund. Mein Beileid natürlich gilt Hanka. Dennoch muss man diese Zahl in Perspektive setzen. Jährlich sterben eine große Zahl Jagdhunde durch Jagdunfälle: Angeschossen durch Weidmänner bei der Drückjagd, Konfrontation durch Wildschweine. Dazu gibt es natürlich keine Statistik, mir sind alleine 6 Todesfälle bekannt. Auch ist es nicht so, dass der Wolf sich unkontrolliert vermehrt: 50 Starben in den letzten Jahren im Strassenverkehr, 12 wurden illegal abgeschossen. Kleine Kinder (wie Userschwarzhans behauptet) wurden in den letzten Jahren genau 0 vom Wolfgegessen, selbst in ganz Europa in den letzten 60 keines. Dagegen gibt es alle paar Jahre wieder mal einen auch für Menschen tödlichen Jagdunfall (Jogger in Bayern vor 3 Jahren mit Wildschwein verwechselt). Ich finde es sehr schwierig zu behaupten, das Wölfe tatsächlich gefährlicher als Jäger sind. Das mag sich alles bei extrem großen Populationen ändern. Die ahben wir aber noch lange nicht. Ein Blick nach Polen lässt auch erkennen, das es so schnell nicht geht. Natürlich muss man sich in der Gegenwart eines Großkarnivoren, anders verhalten: Der Zaun der Försterei im Bild hällt nur eine kurzbeinige Bracke ab und bei Weidevieh muss man auf Herdenschutzhunde setzen, das klappt erwiesenermassen sehr gut.