Unermüdliches Engagement gewürdigt:

Zehnter Adolf-Stahr-Preis geht an Klaus Goebel

Das Schicksal ist dem Professor aus Wuppertal hold. An seinem 81. Geburtstag wird ihm eine ganz besondere Ehrung zuteil.

Prof. Dr. Klaus Goebel (links) und Preisstifter Holger Cassens vor dem Abbild von Heinrich Wolfgang Seidel. Dessen Briefe von 1902 standen am Beginn dieser Preisverleihung.
Monika Strehlow Prof. Dr. Klaus Goebel (links) und Preisstifter Holger Cassens vor dem Abbild von Heinrich Wolfgang Seidel. Dessen Briefe von 1902 standen am Beginn dieser Preisverleihung.

Als junger Mann bekam Klaus Goebel erstmals die Briefe von Heinrich Wolfgang Seidel in die Hände. Die hatte der junge Vikar 1902 während seiner Zeit in der Uckermark an seine Eltern geschrieben. Dessen Ehefrau veröffentliche die Briefe 50 Jahre später in „Drei Stunden hinter Berlin – Briefe aus dem Vikariat“, aber ohne Namen und Orte preiszugeben. Goebel beschäftigte sich ein halbes Leben mit der Entschlüsselung der Geheimnisse um die von Seidel beschriebenen Geschehnisse in Boitzenburg.

1998 brachte Klaus Goebel „Drei Stunden hinter Berlin“ neu heraus und veröffentlichte die ersten Klarnamen. Das brachte Boitzenburg und der Region einen ungeahnten Impuls. Goebel selbst gründete den Förderverein für St. Marien auf dem Berge mit und sorgte für den Start jahrelanger Restaurierungen. Jetzt bringt der Wuppertaler Professor „Drei Stunden hinter Berlin“ in der Originalfassung, mit allen Klarnamen heraus.

Für sein Engagement wurde Klaus Goebel mit dem zehnten Adolf-Stahr-Preis geehrt. Den Literaturpreis verleihen der Uckermärkische Geschichtsverein zu Prenzlau und der Hamburger Stifter Holger Cassens alle zwei Jahre an Autoren, deren Arbeit in der Tradition des aufklärerischen Geistes des 1805 in Prenzlau geborenen Adolf Stahr stehen.

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