Landesklasse Fußball:

Zwei Schwarz-Tore und doch kein Prenzlauer Sieg

Der Auftakt zur Saison in der Landesklasse Fußball, Staffel Nord, war kein langweiliger. Doch hinsichtlich der Chancenverwertungen zeigten sowohl der SC Blau-Weiß Energie als auch Gastgeber SC Victoria auf, von der Umsetzung ihrer Vorhaben noch ein gehöriges Stück entfernt zu sein. Doch das Lächeln war letztlich auf Templiner Seite.

Beide Mannschaften begrüßten sich vor Spielbeginn fair, darunter Andy Schwarz (links), der für beide Mannschaften traf.
Armin Gehrmann Beide Mannschaften begrüßten sich vor Spielbeginn fair, darunter Andy Schwarz (links), der für beide Mannschaften traf.

Stadion der Freundschaft Templin, Auftaktspiel zur Saison 2015/16 in der Landesklasse Fußball - der SC Victoria 1914 Templin empfing den SC Blau-Weiß Energie Prenzlau. "Platz fünf oder besser", hatte dessen Trainer Heiko Stäck das Ziel für die neue Meisterschaft benannt. Doch schon nach 30 Spielminuten war es mit der Herrlichkeit der Blau-Weißen vorbei. Johannes Collin brachte eine Ecke von links scharf herein. Abwehrspieler Andy Schwarz stand nicht am kurzen Pfosten, sondern zwei Meter davor. Und beim Versuch zu klären, lenkte er den Ball ins eigene Netz - 1:0. Das war der Knackpunkt im Spiel. "Meine Mannschaft verstand es nicht, nach diesem Rückstand kompakt zu Angriffsaktionen überzugehen", analysierte Heiko Stäck nach dem Abpfiff. "Nicht einem Punkt gewonnen, sondern zwei verloren zu haben. Denn Andy Schwarz konnte den Patzer aus Halbzeit eins ja noch selbst korrigieren." Das war in der 65. Spielminute. Enrico Bressel und Jakob Kaiser hatten kurz zuvor den mehrfach glänzend reagierenden Templiner Torwart Kevin Franzen nicht überwinden können. Als aber der Ball bis zu Schwarz an der Mittellinie zurück sprang, stoppte er ihn nur kurz, um dann sofort fast aus dem Stand abzuziehen. Etliche der 405 Zuschauer begannen schon zu raunen, als das Leder noch in der Luft war. Und dieser fiel bei der riesigen Bogenlampe sehr steil hinter Franzen ins Netz - 1:1.

Der Endstand, der beiderseits nicht hätte sein müssen. Simon Milster, Johannes Collin und Silvio Steinbrecher vergaben Templiner Einschussmöglichkeiten. Die Prenzlauer hingegen scheiterten, weil über ihre linke Angriffsseite nur ungenaue Flanken kamen, weil rechts Bartocz Barandowski immer wieder ins Abseits lief.

Mit breitem Lächeln stand letztlich Wernfried Rauch, der Templiner da. "Ich bin sehr zufrieden mit dem, was meine Mannschaft heute zeigte. Wir wollten das Prenzlauer Spiel schon früh stören. Das gelang mit starkem Einsatz. Und Remis sollte allen Zuversicht für den weiteren Saisonverlauf geben."

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