Jugendlicher schwer verletzt:

17-Jähriger liefert sich wilde Verfolgungsjagd

Die Polizei verfolgt einen Autodieb auf der B 104. Die rasante Fahrt des 17-Jährigen wird erst an einer Stelle gestoppt, an der sich zuvor ein Wildunfall ereignet hat.

Auch eine rote Ampel konnte den 17-Jährigen nicht stoppen.
Martin Goldhahn Auch eine rote Ampel konnte den 17-Jährigen nicht stoppen.

Wildwest auf der B 104? So etwas sieht man sonst nur im Fernsehen. Ein Lada Niva rast am Sonnabend nach 18 Uhr über die Bundesstraße. Rote Ampeln werden überfahren, andere Autos riskant überholt, Passanten in Gefahr gebracht. Der Lada ist geklaut, hatte die Polizei in Teterow zuvor festgestellt und die Verfolgung aufgenommen.

Auch vom Polizeirevier Malchin ist ein Fahrzeug dabei. Schließlich sind drei Streifenwagen hinter ihm her. Aber nichts hält den Lada-Fahrer auf. Durch Malchin und Stavenhagen fährt er mit Tempo 100 und schneller. Er kann nicht sehen, wer oder was sich vielleicht auf der Straße befindet. Es ist schon dunkel und die Fahrbahn ist nass. Erst kurz vor Rosenow hat die rasante Fahrt ein Ende. Hier hatten Polizeibeamte zuvor einen Unfall aufgenommen. Eine Autofahrerin war aus Richtung Neubrandenburg kommend in eine Wildschweinrotte gefahren. Ihr Auto stand noch an der Unfallstelle.

Auto kommt auf dem Dach zum Liegen

Der Lada rast auf die Beamten zu, die ihn aufzuhalten versuchen. Nur durch einen Sprung zur Seite können sie sich retten. Bei diesem Manöver kracht der Lada schließlich gegen das stehende Unfallauto, überschlägt sich und kommt erst im Straßengraben auf dem Dach liegend zum Stehen.

Der Fahrer muss aus dem Fahrzeug gerettet werden und wird schwer verletzt nach Neubrandenburg gebracht. Bei ihm handele es sich um einen 17-Jährigen aus der Nähe von Teterow, heißt es von der Polizei. Der junge Mann sei bereits mehrfach wegen Diebstahls und Fahrens ohne Führerschein aufgefallen. Zum Glück sind keine weiteren Personen bei dieser Verfolgungsjagd verletzt worden.

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