Ausbildung:

Ruf aus der Region: Azubishänderingend gesucht

Fleischer, Maurer, Landwirt oder Koch will kaum noch ein Jugendlicher werden. Viele Ausbildungsplätze bleiben zum Lehrjahresbeginn unbesetzt.

Azubis, wo seid ihr? Dieser Hilferuf ist auch im Schlachtbetrieb Teterower Fleisch zu hören. Hier hat das neue Ausbildungsjahr bereits im August begonnen. „Wir wollten eigentlich zehn junge Leute zu Fleischern ausbilden“, sagt Geschäftsführer Jörg-Dietmar Piontek.

Einen einzigen Lehrvertrag habe man abschließen können. Diese Entwicklung halte nun schon Jahre an. „Ich glaube, es ist sechs oder sieben Jahre her, als wir zum letzten Mal zehn Azubis hatten“, weiß der Geschäftsführer.

Sollte sich noch jemand für den Beruf des Fleischers interessieren, die Ausbildung habe zwar begonnen, aber Bewerber könnten sich jederzeit in Teterow melden, meint er. Im Teterower Krankenhaus sieht die Situation besser aus, wie Personalleiterin Simone Lüdtke schildert. Im September werden hier sechs junge Leute ihre Ausbildung zu Gesundheits- und Krankenpflegern beginnen. Außerdem wird eine angehende Kauffrau im Gesundheitswesen gesucht.

Diese Berufe gehören noch immer zu den begehrten, weiß Martina Zentner, die Vermittlerin beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit in Malchin ist. Auch für die Altenpflege hätten sich etliche entschieden. Hier bedauert sie, dass es für eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer, die für junge Leute interessant ist, die keine Spitzennoten vorweisen können, nur eine staatliche Schule gibt. Eine private Ausbildung könnten sich viele nicht leisten. „40 offene Ausbildungsplätze gibt es in der Region um Malchin, Neukalen, Dargun und Stavenhagen“, sagt Carmen Wiechert, Teamleiterin der Agentur für Arbeit.

Für eine Ausbildung als Landwirt oder Tierwirt in der Rinder- und Schweinehaltung könne man sich auf jeden Fall noch bewerben. Auch in der Ausbildung zum Maurer gebe es noch freie Plätze ebenso wie im Metallbau oder im Handel. Kaum noch jemand wolle im Restaurant bedienen oder Koch werden, berichtet Carmen Wiechert. Die Teamleiterin weiß aber, dass es trotz der freien Stellen noch Jugendliche gibt, die eine Ausbildung suchen. "Ich kann nur an alle appellieren, den Kontakt zum gemeinsamen Arbeitgeberservice in der Region zu suchen", empfiehlt Carmen Wiechert.

 

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