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Tödliche Vergewaltigung: Das Motiv bleibt rätselhaft

Zudem muss der Fliesenleger insgesamt 5000 Euro an die Tochter und den Ehemann des Opfers zahlen, die im Prozess als Nebenkläger auftraten. Die Verteidigung ...

Ein 25-jähriger Mann, hier neben seinem Anwalt Steffen Voigt (ganz links) , muss sich jetzt wegen der Vergewaltigung einer 78-Jährigen verantworten.

Zudem muss der Fliesenleger insgesamt 5000 Euro an die Tochter und den Ehemann des Opfers zahlen, die im Prozess als Nebenkläger auftraten. Die Verteidigung kündigte an, in Revision zu gehen. Sie hatte Freispruch gefordert.

Die Richterin bezeichnete den Überfall auf die Seniorin als brutal und menschenverachtend. Nach ihrer Überzeugung hat der 25-Jährige der Seniorin am 4. August 2012 in der Nähe des Bahnhofs in Falkensee aufgelauert und sich an ihr vergangen. Dadurch habe die Frau einen Herzinfarkt erlitten. Im Prozess offenbarte sich, welches Leid die Seniorin erdulden musste: Der Täter hat die Frau derart brutal vergewaltigt, dass sie erhebliche Verletzungen im Genitalbereich erlitt. Obwohl die Frau um Gnade bettelte und auf ihre Herzschwäche hinwies, zeigte der Angeklagte keine Gnade. „Wenn Du drauf gehst, gehst du drauf“, gab Richterin Kretschmann seine Worte wieder. Das Opfer hatte die Tat der Polizei noch selbst schildern können. Kurz danach erlag die 78-Jährige jedoch dem Herzinfarkt.

Der 25-Jährige war kurz nach der Tat festgenommen worden. Das Motiv des
jugendlich wirkenden Mannes blieb unbekannt. Er selbst hatte angegeben, er könne sich weder an die Tat erinnern noch sich vorstellen, dass er sie begangen habe. Bei seiner Festnahme waren laut Sachverständigem noch 1,75 Promille Alkohol im Blut festgestellt worden. Überführt hatten ihn vor allem Blut- und DNA-Spuren.