Demonstration:

65 Radler legten die B 109 lahm

Wer auf der B 109 Fahrrad fährt, riskiert Leib und Leben. Sicherheit für Rad- und Autofahrer bringt nur ein Radweg, und der muss schleunigst her, forderten am Wochenende rund 65 Radfahrer bei ihrem Protest.

Etwa 65 Teilnehmer machten sich von Wietstock aus auf den Weg nach Ferdinandshof. Die Blaulicht-Eskorte sorgte für den nötigen Schutz.
Katja Richter Etwa 65 Teilnehmer machten sich von Wietstock aus auf den Weg nach Ferdinandshof. Die Blaulicht-Eskorte sorgte für den nötigen Schutz.

Ein Radweg an der B 109 zwischen Jatznick und Rathebur muss schnell her!  Das war die Forderung der Radfahrer, die sich am Sonnabend an der Fahrrad-Demo beteiligten. Elvira Schmuhl und ihre Mitstreiter hatten diese Neuauflage der Demonstration von 2015 organisiert. Rund 65 Radler machten so, eskortiert von der Polizei, auf sich aufmerksam. Ausgestattet mit Warnwesten und Pfeifen, begleitet von Kind und Kegel, legten sie den Verkehr auf der Bundesstraße 109 zwischen Wietstock und Ferdinandshof für einige Stunden lahm.

Eigentlich wollte der Torgelower SPD-Landtagsabgeordnete Patrick Dahlemann wie im vergangenen Jahr bei der Demo mitradeln. Seinen Beifahrersitz im Auto hatte er am Morgen bereits ganz nach vorn gestellt und die Rücksitzbank geklappt. Als er jedoch das Fahrrad aus dem Schuppen holen und einladen wollte, musste Dahlemann feststellen, dass es nicht mehr da war. „Ich muss zugeben, so oft bin ich nicht mit dem Rad unterwegs, deshalb kann ich nicht genau sagen, wann mir das Rad geklaut worden ist“, so der Politiker. Dies hinderte ihn jedoch nicht daran, an der Tour teilzunehmen.

Der Landtagsabgeordnete verfolgte als Schlusslicht vom Wagen aus die Demo, und er telefonierte mit Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Dieser ließ neben Grüßen an alle Teilnehmer ausrichten, dass sich  Straßenbauamt und  Land Mecklenburg-Vorpommern klar zu diesem Radweg-Projekt  bekennen. Er wolle versuchen, den Baustart vorzuverlegen, versicherte der Minister am Telefon. Einen konkreten Termin konnte und wollte er jedoch nicht nennen. „Der Radprotest kommt an und ist genau richtig“, betonte Dahlemann  und bedankte sich für die rege Teilnahme. „Allerdings muss das Land mit jedem Grundstückseigentümer die Verträge für Pacht oder Kauf verhandeln. Sollten sich nur einige Eigentümer quer stellen, würde das zu einer erheblichen Verzögerung führen.“

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