Alarm in der Uecker-Randow-Region:

Die Feuerwehr ist nicht einsatzbereit!

In Vogelsang-Warsin brennt’s gewaltig! Der freiwilligen Feuerwehr steht das Wasser quasi bis zum Hals, wie nun ein Probealarm zeigte: Nur ein einziger Kamerad kam.

Traurig, aber wahr: Der W50 bleibt erst mal im Feuerwehrhaus stehen. Die Vogelsang-Warsiner haben keine Leute, bedauert Manfred Müller, der selbst Mitglied bei den Rettern in der Not ist.
Uta Bilaczewski Traurig, aber wahr: Der W50 bleibt erst mal im Feuerwehrhaus stehen. Die Vogelsang-Warsiner haben keine Leute, bedauert Manfred Müller, der selbst Mitglied bei den Rettern in der Not ist.

In Vogelsang-Warsin brennt die Luft. Der W50 muss zukünftig im Feuerwehrhaus stehen bleiben. Selbst wenn die Sirene heult und zum Einsatz ruft, wird das rote Auto sich erst mal nicht mehr von der Stelle rühren. Grund für die gravierende Maßnahme war ein Probealarm – gesteuert von der zentralen Leitstelle. Der zeigte, dass die Situation wirklich brenzlig ist. „Uns fehlen einfach die Leute“, sagt Bürgermeister Ingo Grönow. „Genau ein Kamerad erschien am Feuerwehrhaus“, unterstreicht Gemeindevertreter und Feuerwehrmitglied Manfred Müller die Dramatik. Das ist bitter, sind sich die Männer einig. 

Insgesamt zählen die Vogelsang-Warsiner noch genau neun aktive Kameraden in ihrer Wehr. Viel zu wenig, wenn man bedenkt, dass viele davon außerhalb arbeiten und nur begrenzt für das so lebenswichtige Ehrenamt zur Verfügung stehen, sagt Müller, der gleich noch einen Vergleich parat hat: „Im Jahr 2002 konnten wir noch auf 23 aktive Kameraden zurückgreifen.“

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