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Angeln – ein billiger Freizeitspaß? Die Zeiten sind vorbei!

Angeln ist beileibe kein Hobby, das zum Null-Tarif zu haben ist. Seit Jahresbeginn noch weniger: Die Gebühren sind gestiegen.

Wer dort im Ueckermünder Stadthafen angeln will, braucht die Berechtigungskarte für Haff- Küste, und die kostet  in diesem Jahr 30 Euro statt bislang 20.
Lutz Storbeck Wer dort im Ueckermünder Stadthafen angeln will, braucht die Berechtigungskarte für Haff- Küste, und die kostet  in diesem Jahr 30 Euro statt bislang 20.

Einfach eine Angel schnappen, ab zur Uecker, zum Haff oder an die Ostsee – und dann warten, bis ein kapitaler Bursche von einem Fisch anbeißt? Ganz so einfach ist das mit dem Angeln nicht. Denn es gibt Bestimmungen, es gibt Vorschriften, und es gibt jede Menge  Papiere, die ein Angler bei sich führen muss. Ohne diese Dokumente kann das Freizeitvergnügen ganz schnell getrübt werden. Fischereiaufsicht und manchmal auch die Polizei kontrollieren, in letzter Zeit sogar etwas verschärfter, wie bei der Beitragskassierung im Torgelower Angelverein „Grün-Weiß“ zu hören war.

Im Anglerheim  hatten sich jene eingefunden, die für sich oder für Bekannte Beiträge bezahlen wollten, zum Beispiel für die notwendigen Berechtigungskarten. Und da kann dann schon einiges zusammenkommen. Benötigt zum Beispiel jemand die volle Palette – will also an der Ostsee, am Haff, auf Uecker, Randow oder Zarow  und auch im Brandenburgischen sein Anglerglück probieren – dann kann es viel Papier werden. Insgesamt bis zu sieben solcher Dokumente sollte der Angler am Mann haben.

Und für die Bescheinigungen muss der Petrijünger ordentlich etwas auf den Tisch packen. Helga Müller, Kassiererin im Torgelower Angelverein, rechnet nach. Mitgliedsbeitrag, dazu Jahresangelkarten  für unterschiedliche Gewässer – da kann der Angler dann schon  leicht bei 147 Euro landen. Ein hübsches Sümmchen. Und es kann noch mehr werden, wenn zum Beispiel jemand an einem Privatgewässer angeln will und der Besitzer dafür eine Gebühr verlangt. Oder aber jemand hat Gefallen am Angeln an oder auf der Oder gefunden. „Die Karte für die deutsche Seite kostet 90 Euro – die für die polnische Seite 30“, wirft einer der Angler ein. Wie für vieles andere auch, müssen die Angler seit Jahresbeginn tiefer in die Tasche greifen – die Berechtigungskarte für den Bereich Haff-Küste zum Beispiel ist teurer geworden. Und zwar deutlich: von 20 auf 30 Euro ist der Jahresbetrag geklettert. Da nimmt sich die Erhöhung für den Schein für Uecker/Randow/Zarow von 28 auf 29 Euro Jahresbeitrag deutlich bescheidener aus.

Angeln ist also beileibe kein Hobby, das zum Nulltarif zu haben ist. Dennoch – wer die Angelleidenschaft im Herzen trägt, der zahlt auch die erhöhten Beiträge, wenn er kann, sagt Ingo Bünning vom Vereinsvorstand.

Kommentare (1)

Schade, dass nicht auch auf die Erhöhung der Fischereiabgabe für 2014 von 6,- auf 10,- Euro eingegangen wurde, wo doch beides schon seit mindestens zwei Monaten beschlossen ist! http://lav-mv.de/mitteilungen.php?pp=1&id=72