Flüchtlinge kommen nach Eggesin:

Asyl-Haus ist bald fertig

Neue Flüchtlinge werden in Eggesin erwartet – wann sie ankommen und woher sie stammen, ist aber noch ungewiss.

Es ist ein Thema, das mit Emotionen behaftet ist. Dass Flüchtlinge nach Eggesin kommen und dort untergebracht werden, steht seit Längerem fest. Nun kam vom Landkreis die Auflage, kurzfristig alles vorzubereiten, damit die Asylbewerber in der Randowstadt ein Quartier bekommen, sagt Bürgermeister Dietmar Jesse. Die vier Wohnungen, um die es in dem Fall geht, befinden sich in einem Plattenbau, und zwar an der Max-Matern-Straße 1. Dort parkte gestern ein Betriebfahrzeug des Eigenbetriebes Wohnungswirtschaft der Stadt Eggesin. Ein Zeichen dafür, dass die Handwerker in den Wohnungen dabei sind, alles für den Einzug vorzubereiten.

Aber dies ist nur die eine Seite. Bürgermeister Jesse hat mit den Menschen gesprochen, die derzeit in dem Block wohnen. Klar, dass da viele Fragen auftauchten. Wo kommen die Flüchtlinge her? Sind es Familien, sind Kinder dabei, worauf müssen wir achten? Einiges konnte der Rathauschef beantworten, aber nicht alles. Zum Beispiel, welcher Nationalität die Flüchtlinge sind und wann genau sie in Eggesin eintreffen. „Das weiß ich noch nicht, fest steht aber, dass die Wohnungen Anfang Oktober fertig sein sollen, so lautet die Vorgabe vom Landkreis“, sagt der Bürgermeister. Er plant übrigens eine Einwohnerversammlung einzuberufen. „Das macht aber erst Sinn, wenn wir wissen, woher die Leute kommen und wie viele es sind“, sagt Dietmar Jesse.

Fest steht indessen schon, dass sich das Blaue Kreuz um die Neuankömmlinge kümmern wird. „Die Mitarbeiter um Chefin Mandy Papke sind federführend bei der Einrichtung der Wohnungen“, erklärt der Bürgermeister.

Genauere Informationen wird es wohl drei, vier Tage vor der Ankunft der Flüchtlinge geben. Jesse bietet aber an, dass alle Eggesiner, sollten sie Fragen haben, ins Rathaus kommen können. „Die Verwaltung ist jederzeit offen“, sagt er. Eine mögliche Frage kann er jetzt schon beantworten: die Kosten für Miete und Einrichtung trägt übrigens das Land – der Stadt entstehen also keine Kosten.

Von denn Gesprächen mit den Mietern aus der Max-Matern-Straße 1 hat der Bürgermeister einen guten Eindruck mitgenommen. „Die Leute sperren sich nicht dagegen, dass hier Flüchtlinge untergebracht sind. Sie verstehen, dass Menschen, die in Not sind, geholfen werden muss“, sagt Jesse.