Landtags-Politiker Dahlemann:

Bahn streikt, Pappe futsch: Da bleibt nur das Damenrad

Mit Krawatte auf dem Damenrad, dazu gehört schon ein eigenes Stilbewusstsein. Aber daran hat es Patrick Dahlemann ja noch nie gefehlt. Der Landtags-Politiker hat bekanntlich seinen Führerschein verloren. Und jetzt streikte auch noch die Bahn...

Führerschein weg, Bahn streikt: Was macht da eigentlich Patrick Dahlemann, der ja sonst gerne überall zugleich ist Na, radeln! Und für den Idiotentest lernen.
ZVG/Eric Hartmann (SPD) Führerschein weg, Bahn streikt: Was macht da eigentlich Patrick Dahlemann, der ja sonst gerne überall zugleich ist Na, radeln! Und für den Idiotentest lernen.

Dem SPD-Mann aus Torgelow war zum Verhängnis geworden, dass sein Punktekonto in Flensburg sehr schnell gewachsen war – fast so schnell, wie er mit seinem BMW auf den Straßen in MV unterwegs war. Also muss der SPD-Mann noch eine gewisse Zeit ohne Auto auskommen. „Termine in Berlin, Schwerin oder Hamburg versuche ich, mit der Bahn wahrzunehmen“, sagt er.

Wenn die denn fährt. Tut sie aber nicht immer, wie wir spätestens seit der vergangenen Woche wissen. Doch was den jetzigen Streik angeht, sieht er zwar, dass es Komplikationen und Behinderungen für die Reisenden gibt. „Als Sozialdemokrat habe ich aber auch Verständnis dafür, wenn jemand für ein höheres Einkommen streikt“, sagt er. Auch wenn er weiß, dass es dazu auch in der eigenen Partei durchaus gegenteilige Meinungen gibt.

„Ich bin ein sehr schlechter Beifahrer“

Bleiben dem Torgelower nicht mehr viele Möglichkeiten der Fortbewegung. Ist er in Torgelow unterwegs, dann steigt er auf sein Fahrrad. „Das ist nicht ungewöhnlich, und ja, manchmal bin ich da auch mit Anzug und Krawatte unterwegs“, sagt Dahlemann.

Sind es aber längere Strecken, dann muss der SPD-Mann auf das Auto zurückgreifen, er lässt sich dann fahren. Parteifreunde, Verwandte oder auch die Freundin chauffieren ihn. Was für alle Beteiligten recht schwierig ist. „Ich bin ein sehr schlechter Beifahrer“, gibt er zu: „Jeden Tag also fährt ein anderer, was ich nur zähneknirschend über mich ergehen lasse, weil ich mit meinem Auto doch sehr eigen bin“, sagt er.

Er hofft, seinen Führerschein in absehbarer Zeit wieder in den Händen zu halten. Wie jeder andere Kraftfahrer in gleicher Lage muss Dahlemann zuvor allerdings durch die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), also den „Idiotentest“. Dass er ein Temposünder war und deshalb völlig zu Recht seinen Führerschein abgeben musste, das steht für ihn außer Frage.

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