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„Bandidos“- Clubhaus bleibt wohl unvollendet

Mitglieder der Rocker-Gruppe sind in Altwigshagen hilfsbereit und umgänglich aufgetreten. Nach durchaus erfreulichem Auftakt haben sich die Fremden aber vom Acker gemacht.

Der ehemalige Jugendclub von Altwigshagen ist von den Rockern bereits zu großen Teilen saniert worden.
Lutz Storbeck Der ehemalige Jugendclub von Altwigshagen ist von den Rockern bereits zu großen Teilen saniert worden.

Die "Bandidos" haben offenbar versucht, in Altwigshagen bei Ueckermünde ein Clubhaus einzurichten. Dazu hätten laut Bürgermeisterin Gerlinde Foy bereits vor Jahren "Privatleute" den leer stehenden Jugendclub erworben. Immerhin sagten die Käufer zu, das Haus nicht weiter dem Verfall zu überlassen. Kurz darauf habe sie aus dem Dorf erfahren, dass es sich bei den Käufern um die Rockergruppierung handelt. „Getan hat sich am Gebäude auch sehr viel“, beschreibt die Bürgermeisterin. Der Flachbau bekam ein ordentliches Dach, dazu neue Fenster und Türen. „Die haben sogar eine Photovoltaik-Anlage montieren lassen“, sagt die Bürgermeisterin.

Ihr sei von den "Bandidos" in der Bürgermeistersprechstunde auch angeboten worden, "im Ort etwas zu machen“, sagt Gerlinde Foy. „Das waren so fünf, sechs Leute von außerhalb, die sind hier gar nicht weiter aufgefallen.“ Zudem seien sie nicht in ihren markanten Lederkutten aufgekreuzt. „Soweit ich mich erinnere, hatten die, bis auf einen, auch gar keine Motorräder.“

Der Kontakt sei eingeschlafen, und nun müsse man sehen, ob es eine Fortsetzung der Geschichte gibt. Was aber unwahrscheinlich ist, denn im Moment haben die „Bandidos“ wohl andere Sorgen als diesen Außenposten inmitten der vorpommerschen Pampa. Im Kampf gegen die Rockerkriminalität hat das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns unter anderem den "Bandidos" das Tragen ihrer Symbole verboten.

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