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ChemieAlarm an Schule: Spezialisten bannen Gefahr

VonChristopher NiemannDafür haben sie oft geübt und trainiert – bei einem Gefahrguteinsatz in der Schule Ferdinandshof können die Spezialistender ...

Nach ihrem Einsatz mussten die Gefahrgut-Spezialisten dekontaminiert werden – die Kameraden spülten die gefährlichen Substanzen von den Chemikalienschutzanzügen. [KT_CREDIT] FOTOs: C. Niemann

VonChristopher Niemann

Dafür haben sie oft geübt und trainiert – bei einem Gefahrguteinsatz in der Schule Ferdinandshof können die Spezialisten
der Feuerwehr nun zeigen, dass sie ihr Handwerk beherrschen. Erfreulich: niemand kam durch die ausgetretene Chemikalie zu Schaden.

Ferdinandshof.Lautes Sirenengeheule gestern Nachmittag in Ferdinandshof. Kurze Zeit später rollen im Minutentakt gleich mehrere Rettungsfahrzeuge mit Martinshorn und Blaulicht auf das Schulgelände der Regionalen Schule „Hanno Günther“ in der Friedrichstraße.
Was ist passiert? Das Schulpersonal bemerkt gegen 14.45 Uhr einen stechenden Geruch, der offenbar aus dem Biologieraum in der zweiten Etage kommt. Daraufhin werden die Rettungskräfte verständigt. Die Freiwillige Feuerwehr Ferdinandshof ist nur wenige Minuten später vor Ort und beginnt sofort mit den Erstmaßnahmen. Die Kameraden sichern die Schule weiträumig ab, eine Löschwasserversorgung wird aufgebaut.
Unterdessen kümmert sich der mitalarmierte Rettungsdienst um das Schulpersonal.
Jetzt rollt der Gefahrgutzug des Landkreises Vorpommern-Greifswald mit Spezialfahrzeugen auf das Schulgelände. Die ehrenamtlichen Löschprofis steigen aus ihren Fahrzeugen, zwängen sich in die knallgrünen Chemikalienschutzanzüge und begeben sich in den Biologieraum der Schule. „Formaldehyd“ wird festgestellt. Ein Stoff, der Haut und Augen verätzen kann. Ein zwei Liter fassender Behälter mit Formaldehyd, in dem sich ein Tier-Embryo befand, war bei Reinigungsarbeiten umgestoßen worden.
„Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt“, teilt Einsatzleiter Maik Kremkow mit. Die Kameraden der Gefahrguteinheit sichern den Austrittsort im Schulgebäude ab, verpacken den Stoff in ein spezielles Gefäß und bringen dieses aus dem Gefahrenbereich. Die Messung im Anschluss habe keine gefährliche Konzentration mehr ergeben, teilte die Polizei später mit.
Die Feuerwehr Ferdinandshof sowie die Gefahrguteinheit des Kreises war mit
22 Kameraden im Einsatz.