:

Der neue Kasten gegen Kummer

Mobbing, Ärger, Streit: Für die Sorgen der Kinder an der Regionalen Schule Ueckermünde gibt es ab sofort einen Kummerkasten. Erst Erfolge sind schon zu spüren.

Der Sitznachbar ärgert, die Toiletten müffeln, der Lehrer ist unfair: Die Schüler der Regionalen Schule Ueckermünde können ihre Sorgen ab sofort in einen Kummerkasten werfen. Sozialarbeiterin Ramona Gronow wird dann versuchen, zusammen mit den Schülern eine Lösung zu finden.

Am Dienstag hängte sie den Briefkasten zusammen mit Schülern der sechsten Klasse vor ihrem Raum auf. Die Idee zum Kummerkasten kam den Kindern Ende des letzten Schuljahres. Damals litten Schüler in der Klasse unter Mobbing. Es habe öfter Streit gegeben, erinnert sich Josi Muttersbach (11). "Wir haben dann in der Klasse einen Kummerkasten aufgehängt und jede Woche einmal die Briefe mit unserer Klassenlehrerin besprochen", sagt Josi. Danach sei es wieder friedlicher zugegangen. Der Briefkasten soll aber auch als Box für Ideen dienen, wie man das Zusammenleben an der Schule verbessern kann.