DDR-Geschichte zum Anfassen:

Die Frauen in den Dederon-Schürzen warten schon

Ein paar verrückte Ueckermünder haben sich zusammengetan und den Verein Ostalgie Kultur gegründet. Der hält die Erinnerungen an die DDR in einem Museum wach. Wer am Samstag dorthin pilgert, hat auch noch gleich das Glück, auf Schwalbe, Wartburg und Co zu treffen.

Dederon-Kittelschürzen und NVA-Uniformen - der Ueckermünder Verein Ostalgie Kultur hält die DDR-Erinnerungen wach.
U. Bilaczewski Dederon-Kittelschürzen und NVA-Uniformen - der Ueckermünder Verein Ostalgie Kultur hält die DDR-Erinnerungen wach.

Was braucht es, um einen Verein zu gründen, der den schönen Namen „Ostalgie Kultur e.V.“ trägt? Mitglieder, die verrückt genug sind, um sich für ein Stück DDR-Geschichte zu engagieren. Und verrückt genug, das sind Dietmar und Petra Steffen, Wolfgang Seelhoff, Birgit Gaubatz, Kathrin und Wolfgang Wagner und all die anderen allemal. Das spürt man spätestens dann, wenn man sich in dem Museum auf dem Gelände des ehemaligen Schiffslaternenwerkes genauer umschaut. Typische DDR-Küchen, Dederon-Kittelschürzen, Uniformen aus der damaligen Zeit, Lampen, Sofas und vieles mehr gibt es dort für die Gäste zu entdecken. Haben Sie Lust, sich das anzusehen? Dann schauen Sie am Sonnabend, 5. Juli, doch einfach mal dort vorbei. Dann nämlich laden die Mitglieder zum Tag der offenen Tür ein. Von 10 bis 21 Uhr können sich die Besucher im Museum, aber auch auf dem ganzen Gelände der Familie Wagner umsehen.

Ostalgisches Fahrzeugtreffen

Als besonderen Höhepunkt haben die Vereinsmitglieder ein ostalgisches Fahrzeugtreffen organisiert, wie Chef Wolfgang Wagner verrät. Wer Interesse hat, kann sich gern ab 13 Uhr auf dem Ueckermünder Gelände einfinden, um sich mit anderen Zwei- und Vierrad-Fans auszutauschen. „Um 14.30 Uhr ist sogar eine kleine Ausfahrt geplant“, stellt der Vorsitzende in Aussicht.

Auch die Leckermäulchen kommen am Sonnabend voll auf ihre Kosten. „Es wird einen zünftigen Erbseneintopf aus der Feldküche, wie man im Osten sagte, geben.“ Gekocht nach einem Rezept aus Wagners NVA-Zeit. „Alle Zutaten sind von Hand geschnippelt und Fleisch und Knochen werden wenigstens eine Woche lang gepökelt.“ Um 15 Uhr gibt der Shantychor aus Ahlbeck ein kleines Konzert, die Kinder können sich ganztägig auf Clown Dolli und Ente Waldi sowie auf Ausfahrten mit der Feuerwehr freuen. Zudem wird ab 13.30 Uhr ein Comedy-Bauchredner mit seiner Show vor Ort sein. Abends beginnt dann das „große Fressen“ vom Buffet, wie Wolfgang Wagner scherzhaft sagt. Anmeldungen für das Essen nimmt das Team der Schiffslaterne entgegen.

Weiterführende Links

Das neue iPad Pro mit Nordkurier digital: Hier geht's zum Angebot!

Kommentare (1)

Was zu DDR-Zeiten nicht gerade geliebt wurde, wird jetzt sowas von hochgehalten, ich verstehe das nicht! Bin selber in der DDR groß geworden aber das ich gerne Erbsensuppe und Co. gemocht hätte, kann ich nicht behaupten. Diese Ostalgiger gehen einen wirklich langsam auf den Zeiger, wo wären wir jetzt alle, wenn Deutschland nicht wieder vereint wäre? Produkte, welche man hingenommen hatte, nicht gerade gemocht hatte und auch nicht wirklich schmeckten, werden jetzt in den Himmel gehoben! Nein danke! Wann wächst Ost und West endlich zusammen? Wahrscheinlich erst in der überübernächsten Generation! Dies hat hier nichts mehr mit Geschichte zu tun!