Feuerwehr-Fusion :

Die Jungs haben sich selbst verkuppelt

Die Torgelower Feuerwehrleute sind flink, das ist bekannt. Sogar, wenn es um eine Vertragsunterzeichnung geht, ist die Wehr schneller als die Kommune. So haben die Torgelower Kameraden die Fusion mit der Feuerwehr Heinrichsruh bereits hinter sich gebracht. Die Eingemeindung des Dorfes ist erst im Sommer geplant. Auf die Löschmänner aus Heinrichsruh kommen jetzt neue Aufgaben und Herausforderungen zu.

Ein symbolisches Verkuppeln der Schläuche soll die Fusion der Wehren aus Torgelow und Heinrichsruh verdeutlichen: Torgelows Bürgermeister Ralf Gottschalk (von links), der Wehrführer der Ueckerstadt, Lars Cornelius, der Wehrführer von Heinrichsruh, Karl-Heinz Ott, und Bürgermeister Manfred Tank.
K. Möller Ein symbolisches Verkuppeln der Schläuche soll die Fusion der Wehren aus Torgelow und Heinrichsruh verdeutlichen: Torgelows Bürgermeister Ralf Gottschalk (von links), der Wehrführer der Ueckerstadt, Lars Cornelius, der Wehrführer von Heinrichsruh, Karl-Heinz Ott, und Bürgermeister Manfred Tank.

Die Zahl ihrer Einsätze ist für die Heinrichsruher Feuerwehrleute überschaubar. Im vergangenen Jahr mussten sie nur einen Brand bekämpfen. Allerdings wurden sie neun Mal zu technischen Hilfeleistungen gerufen. Diese Bilanz wird sich jetzt ändern: Zusätzliche Aufgaben und neue Herausforderungen kommen jetzt auf die Löschmänner aus Heinrichsruh zu. Denn die Freiwillige Feuerwehr Torgelow hat mit der Wehr aus Heinrichsruh fusioniert. Seit dem 1. Januar gibt es nun eine „Löschgruppe Heinrichsruh“. Chef dieser Truppe soll der bisherige Wehrleiter Karl-Heinz Ott werden.

„Wir werden die Kameraden aus Heinrichsruh bei unseren Einsätzen einbeziehen“, kündigt der Torgelower Wehrführer Lars Cornelius an. Und das sind bei den Löschmännern der Ueckerstadt immer um die 100 Einsätze im Jahr. So wurden sie im vergangenen Jahr zu 28 Bränden und 68 technischen Hilfeleistungen gerufen. Und diese Anzahl wird noch deutlich steigen. Denn die Freiwillige Feuerwehr Torgelow wird die Aufgaben der Berufsfeuerwehr auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück übernehmen. Dort wird nicht mehr mit großkalibrigen Waffen geschossen – darum auch die Auflösung der Berufswehr des Platzes. „Was uns in diesem Zusammenhang erwartet, ist noch völlig unklar“, sagt Lars Cornelius. Aber die zusätzlichen Aufgaben werden die Kameraden aus Heinrichsruh mittragen müssen.

Für die Feuerwehrleute aus Heinrichsruh heißt es jetzt aber erst einmal, sich auf den Hosenboden zu setzen. Denn sie müssen ordentlich dazulernen. Die Torgelower Wehr ist mit guter Technik ausgestattet. Um die bedienen zu können, sind Lehrgänge notwendig. Und auch die Art der Einsätze wird sich für die Heinrichsruher deutlich verändern. Darum werden die neuen Kameraden in den Ausbildungsplan integriert. „Wir werden sie schrittweise mit einbeziehen. Wir streben eine solide Partnerschaft an“, so Lars Cornelius.

Mit der Fusion greift die Feuerwehr anstehenden Ereignissen vor. Denn mit der Kommunalwahl Ende Mai wird Heinrichsruh nach Torgelow eingemeindet. Dann würde die Feuerwehr Heinrichsruh sowieso zur Torgelower gehören. „Wir haben den Zusammenschluss aber bereits mit Beginn des Jahres gemacht“, so Cornelius.

Das Dorf Torgelow-Holländerei soll ebenfalls eingemeindet werden. Auch hier steht eine Fusion der Wehren bevor. Sie soll am 25. Mai vollzogen werden.

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