Im Kleinen Haff:

Doornkaat rettet betrunkene Bootsfahrer

Vom einen Sprit zu viel, vom anderen zu wenig: Fünf stark alkoholisierten Motorbootfahrern ist im Kleinen Haff das Benzin ausgegangen. Es folgte eine Rettung, der es an Komik nicht mangelte.

Ein Seenotrettungsboot des MRCC Bremen: die Doornkaat.
Veronika Müller Ein Seenotrettungsboot des MRCC Bremen: die Doornkaat.

Fünf Personen ist in einem Motorboot am Donnerstag im Kleinen Haff der Sprit ausgegangen. Sie mussten von einem Seenotrettungsboot aus Bremen gerettet werden. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr ein.

Am späten Mittwochnachmittag ging ein Anruf beim Polizeipräsidium in Neubrandenburg ein. Einem Bootsfahrer sei im Kleinen Haff der Sprit ausgegangen, er und seine vier Freunde kämen nicht mehr alleine zurück zum Ueckermünder Hafen. Aufgrund der undeutlichen Aussprache des Anrufers schwante dem Beamten schon: Da ist doch Alkohol im Spiel.

Und so war es auch: 1,78 Promille ergab der erste Alkoholtest des Bootsführers und auch die anderen Besatzungsmitglieder waren stark alkoholisiert.

Doornkaat ist die Rettung der Trinker

Um die fünf Schiffbrüchigen aus dem Kleinen Haff zu retten, musste das MRCC in Bremen, eine nationale Leitstelle zur Koordination der Seenotrettung, eingeschaltet werden. Das MRCC schickte den vier trinkfesten Gesellen ein Seenotrettungsboot namens "Doornkaat". Das Boot ist nach einem Nachfahren des Gründers der ostfriesischen Kornbrennerei Doornkaat benannt.

Im Hafen von Ueckermünde wartete schon die Wasserschutzpolizei Wolgast und die Polizei Ueckermünde auf die betrunkenen Ausflügler. Der Bootsführer muss sich nun wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr verantworten.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auf dem Wasser die gleichen Promillegrenzen gelten, wie an Land.

 

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Kommentare (3)

E wäre doch mal einen Artikel darüber wert, dass die Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert und als nichtstaatliche Organisation auf großzügige Spender wie Gerhard ten Doornkaat dringend angewiesen ist!

Man muss sich nicht jedem Zeitgeist unterwerfen und sich dem Ton der Unterschichten anpassen: Statt proletarisch "besoffen" ginge auch "betrunken". Zumindest in der Überschrift...

die deutsche sprache ist gewaltig in ihren ausdrücken. sicher ist "besoffen" nicht der oberen bootsklasse angemessen, aber ab einem bestimmten promillegehalt, der ja nun mal hier vorlag, ist es sicher legetim zu diesem wort zu greifen. das hat mit proletarisch nix zu tun, es spiegelt sich nur hier wieder, das diejenigen unverantwortlich sich haben volllaufen lassen, andere gefährdeten. sicher hat man bei der verteilung des hirns durch gott auch zu sehr mit der flasche beschäftigt , man sollte das gesamte boot beschlagnahmen.