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Drogen ruinieren Karriere einer Polizistin

War es der Druck, der eine Polizistin in Ueckermünde so weit getrieben hat, dass es ohne Drogen offenbar nicht mehr ging? So schwer sollen die Substanzen der Frau zugesetzt haben, dass sie am Ende einfach nicht mehr zum Dienst erschien. Besorgte Kollegen fanden dann den Stoff in ihrer Wohnung.

Gegen eine Beamtin aus dem Ueckermünder Polizeirevier wird wegen des Verdachts auf Drogenbesitz ermittelt.
Christopher Niemann Gegen eine Beamtin aus dem Ueckermünder Polizeirevier wird wegen des Verdachts auf Drogenbesitz ermittelt.

Es ist wohl das, was kein Polizist gern macht: Ermittlungen gegen eigene Kollegen führen. Aber genau das müssen Beamte des Polizeipräsidiums Neubrandenburg jetzt tun. Sie ermitteln gegen eine Beamtin des Ueckermünder Polizeireviers wegen des Verdachts auf Drogenbesitz. Auch der Lebensgefährte der 49-Jährigen ist ins Visier der Ermittler geraten.

Polizeihauptkommissar Andreas Scholz, Sprecher der Direktion, bestätigte am Montag entsprechende Anfragen des Nordkurier. Nach seinen Angaben sind die Drogen durch Zufall entdeckt worden. Die Polizistin sei nicht zum Dienst erschienen, daraufhin hätten Kollegen das Haus der Frau aufgesucht, um zu schauen, ob ihr etwas zugestoßen sei. Was die Ueckermünder Polizisten dann fanden, sorgte für Entsetzen im Revier.

Es wird noch geprüft, welche Drogen es waren

Um was für Drogen es sich bei dem Fund handelt, konnte der Polizeisprecher am Montag noch nicht sagen: „Es handelt sich um Drogensubstanzen. Was es genau für Drogen sind, wissen wir noch nicht. Die gefundenen Substanzen werden derzeit untersucht.“

Gegen die Ueckermünder Polizistin ist laut Scholz Strafanzeige erstattet sowie ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Die Beschuldigte ist laut Scholz zurzeit krank geschrieben.

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