Provokation:

Eggesiner Raserin treibt Polizei zur Weißglut

Die Haffsail und die Technoparty haben der Ueckermünder Polizei jede Menge Arbeit verschafft. Den Vogel schoss aber eine Eggesinerin ab, die die Beamten bis zum Äußersten provozierte.

So viel Dreistigkeit haben die Beamten noch nicht erlebt: Eine Eggesinerin fuhr nicht nur viel zu schnell, sie hatte auch noch Alkohol getankt. Doch statt sich reuig zu zeigen, provozierte sie die Polizisten und überfuhr demonstrativ ein Stopp-Schild.
Paul Zinken So viel Dreistigkeit haben die Beamten noch nicht erlebt: Eine Eggesinerin fuhr nicht nur viel zu schnell, sie hatte auch noch Alkohol getankt. Doch statt sich reuig zu zeigen, provozierte sie die Polizisten und überfuhr demonstrativ ein Stopp-Schild.

Auch drei Tage nach dem Vorfall können die Beamten des Ueckermünder Polizeireviers immer noch nicht so recht glauben, dass das wirklich passiert ist. Ist es aber, und das macht Revierleiter Hartmut Braun fassungslos: „Was die Kollegen erlebt haben, gibt es wirklich nicht jeden Tag. Das macht mich fast sprachlos.“

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in der Eggesiner Lindenstraße war den Beamten eine 32-jährige Frau in die Falle getappt, die dort ziemlich fix unterwegs war. Statt der erlaubten 30 km/h raste die Eggesinerin mit 80 km/h durch die Lindenstraße. Bei der Kontrolle stellte sich zudem heraus, dass die Dame auch noch Alkohol getrunken hatte. Allerdings lag der Promillewert unter 0,5 und somit im Bereich des Erlaubten. Ob ihrer Raserei in der bewohnten Straße zeigte sich die Frau laut Polizei aber völlig uneinsichtig. „Sie hat zu den Beamten gesagt, dass sie immer so fahre und auch immer so fahren werde, auch ohne Führerschein“, verdeutlicht der Ueckermünder Revierleiter. Die Beamten der Streife seien angesichts dieser Dreistigkeit total entsetzt gewesen.

Doch damit nicht genug: Als die Frau ihren Verwarngeld-Zettel erhalten hatte, drehte sie mit ihrem Auto um, fuhr langsam an den Polizisten vorbei, um dann ein Stoppschild zu „überfahren“. Die Beamten fackelten nicht lange, stoppten die Dame erneut und brummten ihr ein Bußgeld auf. Zudem droht ihr jetzt ein Fahrverbot. „Die wollte einfach nur provozieren“, sagt Hartmut Braun. Für den Revierleiter und seine Kollegen stellt sich nun die Frage, ob die Eggesinerin überhaupt noch ein Auto fahren darf. „Aus unserer Sicht muss man die Eignung der Frau überprüfen“, sagt er. Ein entsprechendes Schreiben soll in den nächsten Tagen an die Führerscheinstelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald gehen. Dort, so Braun, werde letztlich entschieden, ob der Führerschein eingezogen wird. Nach Ansicht der Polizei stellt die Frau eine Gefahr für den Straßenverkehr dar.