Verkehrssicherheit:

Eine Praline gegessen? Na dann mal pusten!

Wussten Sie, dass sie nach dem Genuss einer Likörpraline einen Atemalkoholwert von drei Promille haben? Und dass der Promilletester sogar nach einem alkoholfreien Bier ausschlägt? Auch die Schüler und Senioren, die beim ersten Verkehrssicherheit im Torglower Mehrgenerationenhaus dabei waren, guckten ziemlich verdutzt aus der Wäsche, als sie das am eigenen Leib erfuhren.

Nach dem Genuss eines alkoholfreien Bieres testet Yvonne Schlabowski vom Haus Hohe Heide Leopoldshagen den Atemalkoholwert. Und tatsächlich: das Gerät zeigt 0,3 Promille an. 
Klaus Möller Nach dem Genuss eines alkoholfreien Bieres testet Yvonne Schlabowski vom Haus Hohe Heide Leopoldshagen den Atemalkoholwert. Und tatsächlich: das Gerät zeigt 0,3 Promille an. 

Das gibt‘s doch gar nicht! In alkoholfreiem Bier kann doch kein Alkohol sein! Doch der Alkoholtester, den Yvonne Schlablowski vom Haus Hohe Heide Leopoldshagen zum 1. Verkehrssicherheitstag nach Torgelow mitgebracht hatte, spricht eine andere Sprache: 0,3 Promille! Und auch der nächste Test im Torgelower Mehrgenerationenhaus sorgt für Verblüffung: Nachdem ein erwachsenes „Versuchskaninchen“ eine Likörpraline vernascht hat, zeigt das Gerät einen Wert von 1,93 Promille an. Er kann sogar auf über drei Promille anwachsen, erklärt Fachfrau Yvonne Schlablowski. Schüler und Senioren erfahren auch, dass viele weitere Lebensmittel versteckten Alkohol enthalten.

Und auch vor der Schule geht es nicht nur spannend, sondern auch lehrreich zu: Die Polizei ist nämlich mit von der Partie und läutet den Tag mit einer Kontrolle von Fahrradfahrern auf dem Schulweg ein. 18 Mal müssen die Beamten schimpfen. Meistens liegt es an der fehlerhaften Beleuchtung.

Nach dem ersten Schreck geht es im Mehrgenerationenhaus dann turbulent weiter. Mehrere Partner hatten sich zusammengetan. Viele Stände sind aufgebaut, und es gibt auch Praktisches zum Ausprobieren. Benjamin Noske hat es sich auf dem Sitz des Fahrsimulators der Verkehrswacht bequem gemacht. Auf dem Monitor ist zu sehen, wie eine Person plötzlich die Fahrbahn betritt. Die Testperson am Steuer des Simulators muss sofort reagieren. „Ich habe ein ungutes Gefühl“, sagt der Schüler. Doch er reagiert richtig. Es kommt zu keinem Unfall.

Birgit Klemer von der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald informiert die Senioren in dem Workshop „Mobilität und Vereinbarkeit im Arbeits- und Freizeitbereich“ über Neuigkeiten. Die älteren Semester erfahren von einem Rufbus, der auf Wunsch kommt. Sie erfahren, dass es in der Region Busse gibt, die mit einem Rollstuhllift ausgestattet sind. Insbesondere Menschen mit einem Handicap und betagte Senioren wissen diese technische Neuerung zu schätzen.

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